Eine gute Beleuchtung hilft, Unfälle im Haushalt zu vermeiden
von Beatrix Jeannottat, dipl. Ing. Architektin HdK und Beraterin Haus und Produkte bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU in Bern
Licht unterstützt die Orientierung und das Erkennen von Hindernissen im Innen- und Aussenbereich von Gebäuden. Aus diesem Grund ist eine ausreichende Beleuchtung für die Unfall- und insbesondere für die Sturzprävention von grosser Bedeutung.
Gemäss den Zahlen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) ereignen sich jährlich rund 280 000 Sturzunfälle im Bereich Haus und Freizeit. Die Folgen dieser Stürze sind oft schwerwiegend, insbesondere dann, wenn Senioren betroffen sind. In vielen Alltagssituationen haben ältere Personen Probleme, gefährliche Situationen oder allgemein Hindernissen zu erkennen. Die altersbedingten Veränderungen der Sehkraft verlangen darum nach besserer Ausleuchtung. Verbreitet sind auch Gesichtsfeldeinschränkungen, Farb- und Kontrastwahrnehmungen oder andere nicht behandelte Augenerkrankungen, welche das Sehvermögen der Betroffenen beeinträchtigen.
Mehr Licht versus Blendung
Da im Alter auch die Blendempfindlichkeit zunimmt, stehen die Lichtplaner vor dem Dilemma, mehr Licht einzusetzen, aber auch eine Blendung ausschliessen zu müssen. Zudem widersprechen sich Anforderungen an Energieeffizienz von Gebäuden und ein Mehrbedarf an künstlicher Beleuchtung.
Unfallverhütung als Ziel
Die Zahl der Unfälle, die sich im Bereich Haus und Freizeit ereignen sollen durch kompetente Umsetzung der Normen, Richtlinien und Empfehlung zur Beleuchtung verringert werden.
Durch die gezielte Anordnung von natürlichen und künstlichen Lichtquellen soll eine optimale Wahrnehmung des Raumes, sichere Wegführungen und das konzentrierte Arbeiten auf optimal beleuchteten Arbeitsflächen gewährleistet werden.