Ein Methusalem der Bündner Ställe wird saniert
So, wie der Lärchabodastall heute bei Vals in der Landschaft steht, datiert er aus den Jahren 1781/82. Doch einige seiner Holzbalken sind wesentlich älter, das haben dendrochronologische Untersuchungen des Archäologischen Diensts Graubünden ergeben: Sie stammen aus den Jahren 1329 und 1423. Damit gehören diese Teile des sogenannten Lärchabodastalls kantonsweit zu den ältesten noch erhaltenen Überresten von Stallbauten.
Nun kann das Gebäude saniert werden: Laut den am Donnerstag publizierten Regierungsmitteilungen unterstützt der Kanton die Instandstellung des historischen Objekts mit fast 46'000 Franken; fortan wird der Lärchabodastall deshalb auch unter kantonalem Denkmalschutz stehen. Ausgeführt wird das Projekt von der Valser Gandahus-Vereinigung, die das Ortsmuseum von Vals betreibt. Die Restaurierung des Stalls sei zwingend erforderlich, wolle man den langfristigen Erhalt des Gebäudes sicherstellen, so die Regierung. Anschliessend wolle die Gandahus-Vereinigung das Objekt für eine interessierte Öffentlichkeit zugänglich machen.
Den Lärchabodastall kann man sich übrigens ganz bequem in einem 3D-Modell anschauen und ihn sogar betreten: