Dutzende Verletzte in Kuwait nach neuer Eskalation am Golf
Bei der schwersten Eskalation seit Beginn der Waffenruhe im Iran-Krieg sind Dutzende Menschen verletzt worden. Am Flughafen von Kuwait wurden durch einen iranischen Angriff mindestens 63 Menschen verletzt, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mitteilte.
Unter den Verletzten seien Reisende, Mitarbeiter des Flughafens und andere Zivilisten. Mindestens ein Mensch sei getötet worden.
In der Nacht feuerten Irans Revolutionsgarden ballistische Raketen und Drohnen auf die benachbarten Golfstaaten Kuwait und Bahrain, das US-Militär wiederum griff eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Gheschm in der Strasse von Hormus an.
Ziel der iranischen Angriffe waren nach Angaben aus Teheran US-Militärstützpunkte in den Staaten am Persischen Golf. Ausgelöst wurde die jüngste Eskalation nach Darstellung der Revolutionsgarden durch einen US-Angriff auf einen iranischen Öltanker nahe der Strasse von Hormus.
Dramatische Szenen am Flughafen in Kuwait
Es waren nicht die ersten gegenseitigen Angriffe seit Inkrafttreten der Waffenruhe am 8. April, aber mit jeder neuen Attacke steigt die Furcht vor einer erneuten Eskalation des Kriegs.
Der jüngste Schlagabtausch erfolgte vor dem Hintergrund stockender Verhandlungen um ein Rahmenabkommen, mit dem der Krieg beendet und die Strasse von Hormus wieder für die Schifffahrt geöffnet werden soll.
Der Flughafen geriet bereits mehrmals unter Beschuss und wurde nun erneut schwer getroffen. Aufnahmen nach dem Angriff zeigten eine zerstörte Halle des Flughafens sowie dichten Qualm und Feuer.
Einige Opfer des Angriffs hatten Behördenangaben zufolge Gliedmassen verloren, andere hätten Hirnblutungen oder Knochenbrüche erlitten. Sieben der Verletzten seien bisher notoperiert worden.
Am Flughafen seien zwei Dutzend Krankenwagen im Einsatz gewesen, um die Opfer zu versorgen und in Krankenhäuser zu bringen. Kuwaits Streitkräfte fingen nach eigenen Angaben 13 iranische Raketen und 17 iranische Drohnen ab.