Dritter WM-Final in Folge
Das Schweizer Nationalteam steht zum dritten Mal in Folge im WM-Final. Im Halbfinal in Zürich gewinnt es gegen den Aussenseiter Norwegen souverän 6:0. Gegner ist am Sonntag Finnland.
Wie im letzten Jahr in Dänemark und Schweden stehen die Schweizer hochverdient und nach einem überzeugenden Parcours im Final. Diesmal steht das Team des neuen Cheftrainers Jan Cadieux sogar noch komplett mit weisser Weste. Sämtliche Gruppenspiele sowie der Viertelfinal gegen Schweden (3:1) und der Halbfinal gegen Norwegen endeten mit Siegen nach 60 Minuten.
Im Halbfinal, der von Rekord-WM-Spieler Andres Ambühl eingeläutet wird, sind die Schweizer dem Überraschungsteam aus Skandinavien, das erstmals überhaupt in einem WM-Halbfinal steht, in allen Belangen überlegen. Am Sonntag (20.20 Uhr) spielt man zum fünften Mal in den letzten dreizehn Jahren einen Final, gewonnen hat man diesen noch nie.
Meier fehlt, Suter zurück
Die Norweger, die in der Vorrunde in Freiburg überraschend Tschechien und Schweden bezwangen und im Viertelfinal auch gegen Lettland die Oberhand behielten, sind zu Beginn ein unangenehmer Gegner. Kampfstark und mit dem einen oder anderen Nadelstich halten sie die Partie bis ungefähr zur Spielhälfte einigermassen ausgeglichen. Mit den Toren zum 3:0 und 4:0 weicht aber der Glaube der Skandinavier, ab der 37. Minute können die Schweizer etwas Kräfte für den Final am Sonntagabend sparen.
Jan Cadieux war nach der Sperre gegen Timo Meier zu einer Umstellung gezwungen. Für den Flügelstürmer der New Jersey Devils kehrte Pius Suter nach einer Verletzungspause von fünf Spielen ins Lineup zurück. Zunächst waren es aber die in der Schweiz tätigen Spieler, die für die Differenz sorgten.
In der 18. Minute brach Christoph Bertschy den Bann. Der Meisterstürmer von Fribourg-Gottéron traf nach einer feinen Einzelleistung genau unter die Latte. In der fünften Minute des Mitteldrittels vollendete der ohnehin glänzend aufgelegte Denis Malgin einen schnellen Gegenstoss zum 2:0. Nach der Spielmitte brachen dann die Dämme endgültig. Ken Jäger erhöhte mit einem Ablenker (33.) und Damien Riat traf in Überzahl (37.), so wie Nico Hischier im Schlussdrittel (45.).