Die wahren Helden der Fasnacht
Tolle Kostüme, viel Gelächter, lustige Momente, originelle Umzugswagen, talentierte Guggen und Abfall – viel Abfall. All das gehört zur Fasnacht. Wer nach den Partys auf die Strasse blickt, bemerkt, dass die Fasnacht trotz allen guten Momente eben auch weniger schöne Aspekte mit sich bringt.
Dieses Szenario kennt man auch in der Stadt Chur. Reto Gruber, Leiter Werkbetrieb Stadt Chur, erklärt: «Wenn man nach den Feierlichkeiten auf die Strasse schaut, sieht man den Abfall und das viele Konfetti. Besonders rund um das Welschdörfli ist die Verschmutzung gross.» Während der Fasnachtstage kämen insgesamt rund 20 Tonnen Abfall zusammen.
Schnell muss es gehen
Bei so viel Abfall braucht es auch dementsprechend viele Leute, die im Einsatz stehen, um eben diesen wieder wegzuräumen. «Wir arbeiten mit zwei Gruppen mit jeweils 15 Leuten. Total sind sechs Wischmaschinen und zwei grosse Kehrichtwägen im Einsatz», so Gruber. Das sei nötig, da der Werkbetrieb zeitliche Deadlines habe.
Wichtig sei, am Samstag die Hauptachse und den Öffentlichen Verkehr nach dem Umzug so schnell wie möglich freizugeben. Am Sonntagmorgen, nach der eigentlichen Fasnacht, wird darauf geachtet, dass das Welschdörfli, die Gassen in der Altstadt und die Bahnhofstrasse bis 9.00 Uhr morgens aufgeräumt sind, wie Gruber weiter erklärt.
Alte Hasen
Für den Werkbetrieb sind die Aufräumarbeiten keine neue Angelegenheit. «Wir sind uns solche Grossanlässe bereits gewohnt. Zusammen mit der Polizei und dem Organisationskomitee besprechen wir jeweils die Lage und lassen Erfahrungen der vergangenen Jahre miteinfliessen», sagt Gruber weiter. Diese Anlässe seien eine Ganzjahresaufgabe. Vor und nach den eigentlichen Aufräumarbeiten müssten Aufgaben erledigt werden, Aufbau- und Planungsarbeiten etwa.