Die neue Braunwaldbahn könnte noch an drei Orten enden
Es schien in Stein gemeisselt: Die Bergstation der Braunwaldbahn steht im rutschgefährdeten Gebiet, die Sicherheit ist nicht gewährleistet. Es ist bald eine Erneuerung fällig. Am besten fährt man darum künftig in den Hüttenberg, sei es mit einer verlängerten Standseilbahn oder mit einer neuen Luftseilbahn.
Doch dieses Wissen ist nun selber ins Rutschen gekommen. Dies, nachdem die Standseilbahn AG das Projekt «Erneuerung Zubringer Braunwald» gestartet hat. Es ist vorerst darauf angelegt, möglichst alle Ideen und alles schon Erarbeitete zu sichten und zusammenzutragen, wie Projektleiter Thomas Rageth erklärt: «Wir wollen gemeinsam mit den Beteiligten eine Lösung finden, mit der sich alle Anspruchsgruppen einverstanden erklären können.» Der Forstingenieur und ehemalige Gemeinderat in Schwändi sagt: «Die Braunwaldbahn kann man auch da, wo sie heute ist, sicher betreiben. Und das zuständige Bundesamt sieht das auch so.»
So oder so gravierende Mängel
Das macht es nicht-zwingend, die Bergstation zum Hüttenberg zu verlegen oder allenfalls die Bahn zum mittleren Höhenweg zu verlängern. Beide Varianten sind aber aktuell im Richtplan der Gemeinde Glarus Süd aufgezeigt.
Auf dieser Basis sei die bestmögliche Lösung zu suchen, und daran sollten sich alle Anspruchsgruppen in Braunwald beteiligen, so Rageths Appell. Ende Juni ist ein erstes Forum geplant, zu dem nicht weniger als 14 Interessengruppen, Korporationen, Genossenschaften, Vereine und so weiter eingeladen werden.
Denn, darüber sei man sich im Klaren: «Erneuerungsbedarf für die Braunwaldbahn besteht, unabhängig von der Frage, wo sie künftig enden soll.» Die Bahn sei sicher und könne auf absehbare Zeit weiterbetrieben werden: «Aber sie hat erhebliche Mängel.» Das wird so oder so ziemlich teuer, und es geht zum einen um Mängel, die das heutige Bahnsystem hat:
- ein Teil der Infrastruktur ist über 100 Jahre alt;