Davos äussert Kritik am Lohnreport
Die Stadt Davos kritisiert die Vorgehensweise des Onlineportals «blick.ch», das für ihren Lohnreport Schweizer Städte und Gemeinden zu den Salären ihrer jeweiligen Gemeindepräsidenten befragte. Zu viele wichtige Faktoren seien nicht berücksichtigt worden, erklärt Michael Straub, Gemeindeschreiber von Davos. So sollte die Erhebung für das Onlineportal über eine einfache Eingabemaske erfolgen. Detailliertere Faktoren wie Stellenprozente, eventuelle Haupt- oder Nebenberuflichkeit, sowie der gesamte personelle Umfang der jeweiligen Stadtregierung hätten bei der Befragung keine Rolle gespielt, so Straub weiter.
Gegen eine Teilnahme gesträubt habe sich der Gemeindeschreiber aber erst, nachdem er sich mit dem Aufbau des Erhebungssystems auseinandersetzte. «Der Grund (für die Nichtteilnahme) ist einfach: Die Eingabemaske sowie die Art der Fragestellung erschien uns nicht statistisch und sachlich genug, als dass wir die Umfrage hätten weiter ausfüllen wollen», so Straub.
Veranschaulichendes Beispiel
Laut Straub bedeutete dies konkret, dass es nur den absoluten Lohn des Gemeindepräsidenten in die Eingabemaske einzutragen galt. «Stellenprozente des Gemeindepräsidenten sowie die gesamten Stellenprozente der Stadtregierung sind nicht berücksichtigt worden», präzisiert der studierte Ökonom Straub und veranschaulicht seine Kritik anhand eines Beispiels:
Die Regierung der Stadt X setzt sich aus insgesamt fünf Personen zusammen. Vier dieser Personen arbeiten in einem Pensum von 20 Prozent. Die fünfte Person, der Stadtpräsident, arbeitet in einem Pensum von 100 Prozent.