Dario Cologna soll es richten
Dario Cologna, vergangenen Winter Sieger der Tour de Ski, des Fünfzehners in Seefeld (Massenstart), Olympiasieger über 15 km in Pyeongchang (Einzelstart) und in Oslo erstmals Triumphator bei einem Fünfziger (Massenstart), kam in den vergangenen Monaten nicht an seine Bestform heran. Die eigentliche Hauptprobe am Sonntag im italienischen Cogne missriet nach einer falschen Skiwahl komplett.
Cologna will sich «nicht vor der Konkurrenz verstecken»
Gleichwohl: Der Routinier bewies schon mehrfach, dass er beim Saisonhöhepunkt bereit ist und auch reüssiert. «Ich weiss, was ich kann. Vor allem im Skating muss ich mich nicht vor der Konkurrenz verstecken», sagte er vor wenigen Tagen in einem Interview mit der «Südostschweiz». «Ich will eine Medaille gewinnen», betonte er im Gespräch gleich zweimal. Die besten Chancen bieten sich ihm beim Skiathlon am Samstag und im Fünfziger am Schlusstag.
Auch Laurien van der Graaff verbindet den Namen Seefeld mit positiven Emotionen. Sie lief vor einem Jahr auf dem Hochplateau im Tirol zu ihrem zweiten Weltcupsieg im Sprint. Die Davoserin wartet in diesem Jahr aber weiterhin auf ihren ersten Vorstoss in einen Final.
Teamintern ist sie inzwischen von Nadine Fähndrich überflügelt worden. Die Luzernerin, auch sie eine Sprinterin, verpasste heuer in Dresden das Podest nur knapp. Ein überraschender Erfolg gelang der 23-Jährigen am Sonntag mit dem 2. Rang bei der WM-Hauptprobe über 10 km. Dies macht Fähndrich aber nicht automatisch zu einer Medaillenkandidatin, denn weder der flache Parcours noch die Konkurrenz ist mit dem Rennen in Seefeld vergleichbar. Nathalie von Siebenthal, der eigentliche Schweizer Trumpf in den Distanzrennen, stach in diesem Winter noch nicht.
Skispringer und Kombinierer mit schwerem Stand
Der Routinier Simon Ammann ist seit 12 Jahren erstmals wieder von einem Kollegen überflügelt worden. Der Waadtländer Killian Peier sprang diesen Winter schon fünf Mal in die Top Ten. Der Abstand zu den Besten bleibt für den Romand gleichwohl beträchtlich. Ammann fing sich nach einem miserablen Saisonstart – bedingt durch die Probleme des mit Karbon verstärkten Schuhs – wieder auf. Allerdings erreicht er noch nicht das Niveau des Vorjahres, als er bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang in den 11. und 13. Rang geflogen war.