Champions-League-Final mit Neuheiten, Raritäten und viel Geld
Paris Saint-Germain und Arsenal spielen am Samstag um den Titel in der Champions League. Einiges Wissenswerte rund um den Final in Budapest.
ANSPIELZEIT. Sowohl der Austragungsort als auch die Anspielzeit sind Neuheiten in der Champions League. Der Final wird erstmals in Budapest bestritten und das schon ab 18.00 Uhr. Die von 21.00 Uhr auf den frühen Abend verlegte Anspielzeit soll die Logistik für den Grossevent erleichtern, sowohl für die austragende Stadt als auch für die Fans in der Puskas Arena.
RAHMENPROGRAMM. Das 61'000 Zuschauer fassende Stadion in Ungarns Hauptstadt ist ausverkauft. Die Anhänger der beiden Finalisten erhielten je ein Kontingent von rund 17'000 Tickets. Unmittelbar vor dem Final ist die Band «The Killers» das Highlight der Eröffnungsshow. Das Fussballfest hat aber schon am Donnerstag begonnen. Bis Sonntag bietet die UEFA auf dem Budapester Heldenplatz diverse Aktivitäten und Livemusik.
DIE FINALISTEN. Zum ersten Mal treffen Paris Saint-Germain und Arsenal im Champions-League-Final aufeinander. Beide gehören nicht zu den grossen europäischen Titelsammlern. Die Franzosen gewannen im letzten Jahr zum ersten Mal die Champions League und könnten als erst zweite Mannschaft seit über 35 Jahren ihren Titel erfolgreich verteidigen. Arsenal stand 2006 zum bislang einzigen Mal im Final und verlor gegen den FC Barcelona. Mit einem Sieg würden die Gunners als siebter englischer Klub die Champions League gewinnen.
DIREKTDUELLE. Erst zum dritten Mal stehen sich die beiden Finalisten in einer K.o.-Runde gegenüber. Im letzten Jahr entschied Paris Saint-Germain den Halbfinal gegen Arsenal mit zwei knappen Siegen (1:0 in London und 2:1 in Paris) für sich. Beide sind als Meister nach Budapest gereist. PSG feierte in diesem Monat seine fünfte Meisterschaft in Folge, Arsenal gewann die Premier League zum ersten Mal seit 2004.
TRAINER I. Zwar stehen sich der französische und der englische Meister gegenüber, doch das Sagen auf der Trainerbank haben mit Luis Enrique und Mikel Arteta zwei Spanier. Beide hatten eine prägende Vergangenheit beim FC Barcelona und arbeiteten sich kontinuierlich hoch. Der 44-jährige Arteta, der 2001/2002 eine Saison für PSG spielte, war bei Manchester City drei Jahre lang Assistent von Pep Guardiola, bevor er Cheftrainer von Arsenal wurde. Der zwölf Jahre ältere Enrique lernte das Metier während dreier Jahre als Coach der B-Mannschaft von Barcelona.