Brandschutzkontrollen in kleinen St. Galler Bars sind selten
Die Frage nach den Kontrollen von Bars, Restaurants und Clubs stellt sich nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana immer dringender. Im Kanton St. Gallen sind zwar ebenfalls regelmässige Überprüfungen vorgesehen, allerdings nur für grosse Lokale mit über 300 Personen.
Wenige Tage nach der Brandkatastrophe in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS mit 40 Todesopfern geriet die Gemeinde in die Kritik. An einer Medienkonferenz vom 6. Januar teilte der Gemeinderat mit, dass die Bar letztmals 2019 auf den Brandschutz kontrolliert worden sei. Eigentlich hätte jährlich eine Kontrolle stattfinden sollen. Dass Bars, Restaurant und Clubs über eine lange Zeit hinweg nicht kontrolliert werden, kommt auch in anderen Kantonen vor. In St. Gallen etwa, ist eine regelmässige Überprüfung von kleinen Lokalen gar nicht erst gesetzlich vorgeschrieben. Wie genau werden Restaurants, Clubs und Bars im Kanton St. Gallen kontrolliert? Die wichtigsten Fragen und Antworten.
WER KONTROLLIERT IM KANTON ST. GALLEN DIE EINHALTUNG VON BRANDSCHUTZVORSCHRIFTEN IN BARS, RESTAURANTS UND CLUBS?
Das hängt davon ab, wie viele Personen sich in einer Bar, einem Restaurant oder einem Club aufhalten können. Die Gebäudeversicherung St. Gallen (GVSG) führt Kontrollen im gesamten Kanton bei Lokalen durch, die mehr als 300 Personen Platz bieten. Bei weniger als 300 Personen erfüllen gemäss dem Gesetz über den Feuerschutz (FSG) die einzelnen Gemeinden die Aufgaben des Feuerschutzes.
IN WELCHEN ZEITABSTÄNDEN WIRD DER BRANDSCHUTZ KONTROLLIERT?
Auch dabei ist ausschlaggebend, wie viele Personen in einem Lokal zusammenkommen können. Bars, Restaurants und Clubs, die auf mehr als 300 Personen ausgelegt sind, werden periodisch durch die Gebäudeversicherung kontrolliert. Konkret sind die Kontrollen alle fünf Jahre vorgeschrieben. Die Gemeinden verpflichtet das Feuerschutzgesetz hingegen zu keinen periodischen Brandschutzkontrollen, wie Ivan Furlan, Dienststellenleiter beim Amt für Baubewilligungen der Stadt St. Gallen, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte.