Auch zwei verletzte NHL-Stars helfen im Schweizer Team mit
Die NHL-Stars Kevin Fiala und Jonas Siegenthaler sind trotz Verletzungen beim Schweizer Team dabei und unterstützen es tatkräftig. Das spricht für den grossen Zusammenhalt in der Mannschaft.
Kevin Fiala steht in T-Shirt und kurzer Hose in der Mixed Zone in der Arena in Zürich. Nachdem der Teamarzt der Los Angeles Kings dem NHL-Stürmer am Mittwochmorgen Ortszeit grünes Licht für die Reise in die Schweiz gegeben hatte, buchte er umgehend Flugtickets für den Abend. «Ich bin sehr dankbar, hier sein zu dürfen», sagt er.
Fiala zog sich im Februar an den Olympischen Winterspielen im zweiten Vorrundenspiel gegen Kanada eine Fraktur im linken Unterschenkel zu. Er schaute jedoch rasch wieder vorwärts, setzte sich neue Ziele und arbeitete hart daran, noch in dieser Saison sein Comeback geben zu können. Drei Tage vor dem WM-Start am vorletzten Freitag stand er noch auf dem Eis – «ich war sehr nah dran», sagt er.
Auf die Frage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, ob er an der WM habe spielen wollen und die Kings Nein gesagt hätten, antwortet er: «Es ist kompliziert, ich möchte nicht ins Detail gehen. Aber letztendlich ist es so das Beste, es sollte nicht sein. Ich kämpfte bis zur letzten Woche für die WM-Teilnahme, darum war es noch härter, dies zu akzeptieren. Ein Traum ist geplatzt, es war sozusagen von hundert auf null.»
Es ist für Fiala nicht der erste grosse Rückschlag. Unter anderem hat er vor der WM 2025 ein ungeborenes Kind verloren. In diesem März wurde er dann doch noch zum zweiten Mal Vater. «Akzeptieren ist sehr, sehr wichtig. Ich kann nicht ein, zwei Monate traurig sein – vor allem nicht mit zwei Kindern.»
Siegenthaler überrascht vom Befund
Jonas Siegenthaler reiste nach dem Scheitern mit den New Jersey Devils in der NHL-Qualifikation so rasch wie möglich in die Schweiz und ging davon aus, an der Heim-WM teilnehmen zu können. Zwar stand das Ergebnis einer MRI-Untersuchung noch aus, doch weil er die Saison trotz Symptomen durchspielen konnte, rechnete der 29-jährige Verteidiger nicht damit, dass eine Operation am Nacken erforderlich sein würde. Es sei ein überraschender Befund gewesen. Bei anderen hätte eine solche Verletzung andere Auswirkungen, erklärt Siegenthaler. Wann es passiert ist, konnte er nicht sagen, es sei auch auf Abnutzungen zurückzuführen.