Alles neu macht der Mai – auch beim WEF?
Für viele Teilnehmende des WEF-Jahrestreffens sei die verschneite Davoser Landschaft jeweils etwas ganz Besonderes – und sie mache den Kongress einzigartig, hört man immer wieder. Heuer ist bekanntlich alles etwas anders, und da es nun bereits Mai ist, können weder Teilnehmerinnen mit Stöckelschuhen über verschneite Trottoirs gehen, noch senden TV-Stationen Interviews mit verschneiten Tannen im Hintergrund in alle Herrenländer.
Blumenwiesen statt Schneefelder
«Das ist eine ganz andere Ausgangslage», findet Tourismusdirektor Reto Branschi. «Viele kennen Davos als Sommerdestination noch nicht.» Er hoffe daher, dass die Durchführung im Mai nun einen Effekt auslöse, damit der Ort auch als Sommerdestination bekannter wird. Doch welche Bilder in alle Welt hinausgesendet würden, hänge von den Medien ab. Auch bei der Betreuung von Journalisten richte man sich nach ihren Wünschen. Branschi vermutet, dass nächste Woche einige Reportage-Anfragen bei der Davos Destinations Organisation (DDO) eintreffen werden. «Im Winter haben wir beispielsweise schon Pistenbully-Fahrten für sie organisiert», erinnert sich der Tourismusdirektor. Falls nun Anfragen für den Mai einträfen, würde man den Journalisten beispielsweise vorschlagen, das Sertig mit seinen Blumenwiesen und der grandiosen Bergkulisse zu erkunden.
Doch dies sei noch nicht alles, was DDO tue, um Davos während des Jahrestreffens von seiner besten Seite zu zeigen. «Entlang der Promenade montieren wir an sechs von acht Banner-Standorten sogenannte ‹Welcome-Banner›, auf denen wir den Gästen eine schöne Zeit in Davos wünschen», so Branschi. Und auch im Davos-Klosters-TV werde man eigens eine Spezialversion ausstrahlen, bei der sich alles «rund ums WEF» drehe, erklärt der Tourismusdirektor.