Aktionsplan Green Deal – jetzt energetisch sanieren und profitieren
von Michael Casutt, Projektleiter beim Amt für Energie und Verkehr Graubünden
Die Schweiz steht am Anfang der Energiewende. Die Folgen der Klimaerwärmung haben das Thema in den Fokus der politischen Agenda gebracht. Das Ziel, den CO2-Ausstoss zu reduzieren, ist gesetzt und die Politik hat reagiert: In der Oktobersession des Grossen Rates wurde das erste Massnahmenpaket des Aktionsplans Green Deal beschlossen. Der Plan zeigt auf, wie der Kanton Graubünden das Ziel «Netto Null Treibhausgasemissionen» bis 2050 erreichen kann. Im Zentrum der ersten Etappe steht die Verstärkung von bereits eingeleiteten Massnahmen. Dazu hat der Grosse Rat einen Verpflichtungskredit von 67 Millionen Franken gesprochen.
Der finanzielle Anreiz wird erhöht
Im Fokus der ersten Etappe stehen CO2-wirksame Massnahmen, welche auf vorhandenen gesetzlichen Grundlagen rasch umgesetzt werden können. Der Kanton Graubünden fördert seit geraumer Zeit energetische Sanierungen und erneuerbare Energien mit umfassenden Förderprogrammen. So liegt es auf der Hand, dass bei der bestehenden Förderung die finanziellen Anreize erhöht und damit die Reduktion des CO2-Ausstosses beschleunigt werden. Ein Grossteil der 67 Millionen Franken wird für die Kantonalen Förderprogramme verwendet.
Steigerung Gebäude-Energieeffizienz
Die Energieeffizienz eines Gebäudes kann im Wesentlichen mittels Dämmung von Dach und Fassade und dem Einsatz von modernen, dreifachverglasten Fenstern erfolgen. Das Förderprogramm für die Gebäudehülle sieht Beiträge pro sanierte Bauteilfläche vor. Die Beiträge werden im Rahmen des Aktionsplans Green Deal um den Faktor 1,5 erhöht. (Wurden bisher beispielsweise pro Quadratmeter energetisch sanierte Fassadenfläche 60 Franken in Aussicht gestellt, sind es neu 90 Franken. Wird eine Gesamtsanierung geplant und durchgeführt, werden für Fassade und Dach je 180 Franken pro Quadratmeter zugesichert.)