Wenn Freunde zu Gegnern werden
Bevor Matej Stransky im Sommer 2021 zum HCD wechselte, hatte er zwei Jahre für Ocelari Trinec gestürmt und seinen redlichen Teil zu einer erfolgreichen Zeit des Eishockeyklubs aus dem Nordosten Tschechiens beigetragen. 2021 gewann Trinec die Landesmeisterschaft. Stransky war mit 33 Treffern bester Torschütze der Extraliga in der Regular Season, buchte in den 16 Playoff-Spielen fünf Tore und zehn Assists, wurde zum Playoff-MVP und zum Spieler des Jahres in Tschechien gekürt. Am Dienstagabend tritt er im Rahmen der Champions League erstmals überhaupt gegen Trinec an. «Ich freue mich sehr auf diese Partie. Nach meinen sieben Jahren in den USA sowie eineinhalb Saisons bei Severstal Tscherepowets in der KHL und einer halben in Schweden bei Mora lancierte ich meine Karriere bei Trinec neu. Dafür bin dankbar», sagt Stransky.
«Harte Arbeiter»
«Das kann für mich ein ‚fun game‘ werden», meint der HCD-Tscheche. Er hat in der Mannschaft und im Staff von Trinec noch immer viele Freunde, mit denen er häufig via Whats-App Kontakt pflegt. Stransky verfolgt auch das Geschehen seiner früheren Mannschaft nach wie vor aufmerksam. Mit vier Niederlagen sei Trinec schlecht in die Meisterschaft gestartet. Inzwischen habe sein ehemaliger Club den Tritt etwas gefunden, obwohl er nach zwei Siegen am Sonntag in der Verlängerung gegen Liberec verlor, erzählt der HCD-Stürmer. Bei Trinec arbeite jeder Spieler in jedem Match während 60 Minuten wirklich hart, nennt Stransky einen der Trümpfe des amtierenden tschechischen Meisters und folgert: «Diese Partie dürfte für uns ein richtige Knacknuss werden. Wir müssen unser Spiel 60 Minuten ohne Durchhänger konsequent durchziehen und ebenfalls hart kämpfen. Dann haben wir eine Chance zu gewinnen.» Aller Freundschaften zum Trotz betont Stransky, dass er natürlich mit Davos gewinnen wolle. «Wenn der Puck mit dem ersten Bully freigegeben wird, gibt es für mich bis zur Schlusssirene keine Freunde mehr», bemerkt er. Sichern sich die Bündner zwei Punkte, qualifizieren sie sich bereits vor dem letzten Gruppenspiel eine Woche später in Trinec definitiv für die Champions-League-Achtelfinals.