Ex-BND-Chef August Hanning wegen Spionageverdachts festgenommen
Der frühere Präsident des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND), August Hanning, ist am Dienstagmorgen, 6. Oktober, unter Spionageverdacht festgenommen worden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur nach eigenen Informationen. Demnach wurde auch ein ehemaliger enger Mitarbeiter Hannings festgenommen.
Was August Hanning vorgeworfen wird
Nach Informationen der «Bild»-Zeitung soll Hanning geheime Unterlagen von einem früheren Mitarbeiter des BND-Leitungsstabs gegen Geld erworben haben. Er habe beabsichtigt, diese im Rahmen seiner Beratungstätigkeit weiterzuverkaufen. Die Informationen seien für die sogenannte «Nachrichtendienstliche Lage» im Bundeskanzleramt bestimmt gewesen.
Mehreren Medienberichten zufolge ermittelt der Generalbundesanwalt unter anderem wegen des Verdachts auf versuchten Landesverrat und geheimdienstliche Agententätigkeit. Ob tatsächlich Informationen an eine fremde Macht weitergegeben wurden, ist nach dem zugänglichen Bericht der «Süddeutschen Zeitung» Gegenstand der Ermittlungen. Für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Wer ist August Hanning?
Hanning leitete den Bundesnachrichtendienst von 1998 bis 2005. Anschliessend war er bis 2009 Staatssekretär im deutschen Bundesinnenministerium. Damit bekleidete er über Jahre zentrale Positionen im deutschen Sicherheitsapparat.
Mehr in Kürze...