HCD: Sand im Getriebe, doch Einer läuft heiss
Es war kein glanzvoller Auftritt am Sonntag zu Hause gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers. Beim erknorzten 3:2-Sieg war den Bündnern anzumerken, dass mit Enzo Corvi (Schulter- und Nackenprobleme) und Benjamin Baumgartner (Rippenfraktur) zwei zentrale Spielgestalter fehlten.
Überhaupt befindet sich das Team von Trainer Christian Wohlwend gemessen am bereits nachgewiesenen Leistungsvermögen in einer unterdurchschnittlichen Phase. Nicht nur der verlorene Cupfinal gegen Swiss Ligist Ajoie trübt das Bild. Auch in der Liga haben einige Sandkörner den Weg in das gut geölte Davoser Spiel-Getriebe gefunden. In den vergangenen zehn Spielen halten sich Siege und Niederlagen die Waage. Im Duell um die Leaderposition mit dem EV Zug musste der Schweizer Rekordmeister zuletzt abreissen lassen.
Trotzdem: Vieles deutet darauf hin, dass die Sandkörner schon bald aus dem HCD-Getriebe herausgearbeitet werden. In einer Phase, in der die Playoff-Qualifikation nur rechnerisch noch nicht sicher ist, könnte sich die aktuelle Baisse noch als Segen erweisen. Der HCD erlebt gerade, dass Siege nicht automatisch passieren. Es ist vielleicht nicht die schlechteste Playoff-Vorbereitung. Auch ist davon auszugehen, dass die kreativen Corvi und Baumgartner in absehbarer Zeit wieder werden mitwirken können.
«Büehli» und die Heimstärke als Trümpfe
Ohnehin unwahrscheinlich ist, dass die Davoser Formkurve noch weiter nach unten ausschlagen wird. Denn mit Andres Ambühl wissen die Landwassertaler eine Art Lebensversicherung in den eigenen Reihen. Im Jahr der Heim-WM scheint sich der Schweizer WM-Rekordspieler (107 Spiele) besonders viel vorgenommen zu haben.