HCD: 5 Erkenntnisse nach 5 Spielen
1. Das System funktioniert
Das von Trainer Christian Wohlwend nach Davos gebrachte System funktioniert immer besser. Im Vergleich zu früher ist die neue Spielanlage auf mehr Puckbesitz und weniger auf kompromissloses Umschaltspiel ausgelegt. Im Spiel 5-vs.-5 mit Torhüter mussten die Bündner in den ersten fünf Spielen erst sechs Gegentore hinnehmen. Erfreulich ist die bisherige Ausbeute im Powerplay. Die Erfolgsquote von 23.81 Prozent ist die drittbeste der Liga. Beim 7:1-Sieg in Lausanne münzten die Davoser gleich vier Überzahlsituationen in Tore um.
2. Lindgren macht Freude
Drahtzieher des Davoser Powerplays ist Perttu Lindgren, der Liga-MVP von 2015/16. In Lausanne leitete er alle vier Davoser Powerplay-Tore ein – dasjenige von Marc Wieser auf magistrale Weise.
Der Finne hat bereits acht Skorerpunkte (3 Tore/5 Assists) realisiert, zudem weist er die beste Plus-Minus-Bilanz (+6) aller HCD-Spieler aus. Mit 56.25 Prozent gewonnenen Anspielen gehört Lindgren zu den besten Bullyspielern der Liga. Bemerkenswert ist auch, wie der 32-jährige Spielmacher seine Linienpartner besser macht. Marc Wieser (4 Tore/2 Assists) und Benjamin Baumgartner (1 Tor/3 Assists) blühen an Lindgrens Seite auf.
3. Die Goalies halten dicht
Gute Goalies geben ihrem Team die Chance, jedes Spiel zu gewinnen. Diesen Auftrag haben die alternierend im Einsatz stehenden Joren van Pottelberghe (3 Spiele) und Sandro Aeschlimann (2 Spiele) bisher erfüllt. Der in der Vergangenheit auch schon gescholtene Van Pottelberghe hat sich am Dienstagabend in Langnau für seinen starken Auftritt gar mit einem Shutout belohnt. Dass der 22-Jährige die Fangquoten-Rangliste mit 95.65 Prozent gehaltener Schüsse deutlich anführt, ist eine schöne Momentaufnahme.