Arosa lanciert das Hockey-Derby schon vor dem Sommertraining
In Fussballstadien gehört die Durchsage des Stadionsprechers zum Spielalltag: «Liebe Gästefans, das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und Leuchtpetarden ist in und um das Stadion verboten. Sie gefährden damit sich selbst und andere Stadionbesucher. Vielen Dank für Ihre Kooperation». Im Eishockey sind Pyros seltener anzutreffen. Gerade in Ligen unterhalb der National League A wird vielerorts die Rivalität durch gegenseitigen Respekt und Freundschaft ersetzt. Die eigene Mannschaft wird vorangetrieben, ohne die gegnerische Mannschaft minutenlang mit verachtenden Fangesängen einzudecken.
Eine alternative Mentalität scheint Adrian Fetscherin, Geschäftsführer des EHC Arosa, vorzuleben. Fetscherin, der früher Kommunikationschef beim Zürcher Fussballverein GC war, kündigt in seinem neusten Blogpost an, den EHC Arosa künftig im Grossraum Chur, notabene im Revier des künftigen Ligakonkurrenten EHC Chur, intensiv vermarkten zu wollen. «In der Stadt Chur nimmt der EHC Arosa an grösseren Veranstaltungen teil, ist immer wieder durch verschiedene Aktionen präsent und wird dabei auch selber zum Organisator von Events», schreibt Fetscherin.
Mit ausgefallenen Aktionen sollen einerseits Unternehmen für künftige Werbepartnerschaften und andererseits Hockeyinteressierte für die Heimspiele in Arosa angesprochen werden.
Geteilte Meinung bei Chur-Fans
In einem Fanforum des EHC Chur gehen die Meinungen über die Ankündigung Fetscherins auseinander. Ein User schreibt etwa: «Nun zeigt der Züzi, dass er jeglichen Respekt verloren und allen Anstand hinter sich gelassen hat! Bei der Frau des Nachbarn ohne Skrupel und grossposaunend grasen zu gehen, ist das Letzte!»