Wohnraum statt Asylzentrum in Rapperswil-Jona: FDP und SVP unterstützen Initiative
Wie geht es mit dem Pflegezentrum Meienberg ab nächstem Jahr weiter? Der Stadtrat von Rapperswil-Jona will dann das neue Pflegezentrum Schachen in Betrieb nehmen, weshalb es beim Altersheim Meienberg Platz gibt. Geplant ist seitens Stadtrat eine Asylunterkunft für rund 50 Geflüchtete. Dagegen will sich eine Interessengemeinschaft mittels Initiative wehren.
Diese Initiative begrüssen die Ortsparteien SVP und FDP, wie sie in kürzlich versandten Medienmitteilungen festhalten. «Die Initiative zur zukünftigen Nutzung der städtischen Liegenschaft am Meienberg setzt ein wichtiges Zeichen für eine vorausschauende Stadtentwicklung in Rapperswil-Jona», schreibt die SVP. Die Initiative fordert, dass nach dem Auszug des Pflegezentrums Meienberg ein quartierverträgliches und finanziell nachhaltiges Wohnprojekt mit generationenübergreifenden Wohnungen realisiert wird.
Die SVP erachtet den Standort am Fusse des Meienbergs als ideal für Wohnraum: zentral gelegen, gut erschlossen, verkehrsarm, ruhig, naturnah und in unmittelbarer Nähe von Schulen und Kindergärten. «Es handelt sich um eine begehrte Lage, die für viele Einwohnerinnen und Einwohner von Rapperswil-Jona attraktiv ist.» Gerade deshalb sei es richtig und notwendig, dass die Bevölkerung bei der künftigen Nutzung dieser städtischen Liegenschaft mitreden könne.
Stadt verfolgte andere Standorte für Asylunterkunft
Die für die SVP «unbefriedigende Zwischennutzung» einer Asylunterkunft bis mindestens 2035 geschehe, obwohl für die städtischen Liegenschaften eine Immobilienstrategie nach wie vor ausstehe. Zudem zeigten öffentliche Beschlüsse des Stadtrates, dass Alternativstandorte für die Unterbringung von Flüchtlingen bestünden.
Die SVP erwähnt einen Stadtratsbeschluss vom April 2024, in welchem von einem ausgetrockneten Wohnungsmarkt die Rede sei. Daher strebte die Stadt eine sofortige Unterbringungslösung, zum Beispiel in Modulbauten, an. In der Folge wurden vier mögliche Standorte im Grünfeld, in der unteren Langrüti, im Neuhüsli und an der Rietstrasse geprüft. Der Stadtrat favorisierte letzteren. Erst im November 2024 kam das Pflegezentrum Meienberg zur Sprache, wofür sich der Stadtrat auch entschied. «Am 20. Januar 2025 hielt er – trotz Alternativen und Aussicht auf langwierige Rechtsmittelverfahren – daran fest», schreibt die SVP.