Wie auf Blumen gebettet
Von Martin Mühlegg
Von der «Bluemä» in Uznach haben wir schon viel Gutes gehört. Also gehen wir hin und fühlen uns auf Anhieb wohl in diesem schmucken Lokal. Das liegt einerseits am gut gelaunten und aufmerksamen Gastgeber Michi Rohrer. Andererseits gefallen uns die getäferten Wände, die klassischen Bistro-Möbel und die liebevolle Deko.
Dieser erfrischende Mix aus Tradition und Avantgarde, aus Heimat und Exotik zeigt sich auch auf der Karte: Auf dem Mittagsmenü stehen Schupfnudelpfanne mit Gemüse und Rahm (24 Franken mit Vorspeise), Pulled-Pork-Burrito mit Pico de Gallo (26 Fr.) und Chickenfinger mit Currydip und Blattsalat (27 Fr.). Wir sind zu dritt und bestellen – auch weil wir bei diesem Arbeitsessen der Küche auf den Zahn fühlen wollen – alle drei Vorspeisen und Hauptgänge.
Auch der jüngsten Testesserin schmeckts
Weil es zum Mittagessen keine ganze Flasche sein soll, erkundigen wir uns nach den offenen Weinen. Der Gastgeber Michi Rohrer sagt, er schaue nach, was zu haben sei. Zu unserem Entzücken trifft er mit seiner ersten Empfehlung ins Schwarze: Er öffnet für uns eine Cuvée aus Grenache und Monastrell – das ist einer meiner Lieblingsweine.
Dieser hier heisst «La Atalaya Del Camino» (10 Fr. pro dl), kommt aus dem Bergland westlich von Valencia und schmeckt intensiv nach Pfeffer, Nelke und anderen Gewürzen. Unsere jüngste Testesserin ist fasziniert von den «Kirchenfenstern», die sich nach dem Schwenken in ihrem Glas bilden.
Zur Vorspeise bekomme ich eine Kohlrabi-Crèmesuppe mit Schnittlauch in einer schmucken Emailtasse. Die Suppe ist wunderbar abgeschmeckt und cremig.