Zugunsten einer stabilen Landesversorgung den Energieverbrauch überprüfen
Die Schweiz fragt in den Winterhalbjahren mehr Elektrizität nach, als selber im Inland Strom produziert wird. Fossile Energieträger wie Gas und Erdöl müssen zudem ganzjährig aus dem Ausland importiert werden. Steigt international die Energienachfrage stark an, verknappt sich das Angebot oder sind die Erwartungen an die künftige Marktentwicklung getrübt, so steigen die Preise. Die Verunsicherung der Märkte durch Lieferengpässe, die «Energiewende» mit der Ausserbetriebnahme zahlreicher Atomkraftwerke, verbunden mit der Förderung von erneuerbaren Energien, eine grössere Revisionswelle bei den französischen Atomkraftwerken, aber vor allem der Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie die nachfolgende Auseinandersetzung mit den europäischen Staaten erschüttern den europäischen Energiemarkt mit dem Ergebnis stark steigender Preise. Bei einer starken Verknappung des Angebots könnte der Import im kommenden Winterhalbjahr nicht oder nur zu sehr hohen Preisen sichergestellt sein, und sogar Stromrationierungen rücken in den Bereich des Möglichen. Auch instabile Netzzustände mit grossflächigen, länger andauernden Stromausfällen sind nicht mehr völlig undenkbar.
Einfache Stromsparmassnahmen werden umgehend umgesetzt
Der Kleine Landrat beabsichtigt, für solche Szenarien Vorkehrungen zu treffen und die vom Bundesrat eingeleitete Energiesparkampagne zu unterstützen. Die Davoser Bevölkerung und die Davoser Wirtschaft sollen sensibilisiert werden, damit sie weniger Energie verbrauchen. Jede Sparmassnahme hilft mit, die schweizweit drohende Strommangellage abzumildern, positiv auf den aktuellen Strompreis einzuwirken und die eigene Energierechnung zu entlasten. So sollen systematisch über alle Gemeinderessorts Massnahmen zur Einsparung von Energie und ihre Auswirkungen auf die Gemeindedienstleistungen evaluiert werden. Auch soll für unverzichtbare Gemeindeaufgaben geprüft werden, wie diese trotz allfällig möglichen Stromausfällen weitergeführt werden können.