Weihnachten – zwischen Romantik und Provokation!
Weihnachten hat mit der idyllischen Vorstellung vom Christ-Chindli in der Krippe nur wenig zu tun! Wenn wir den Ursprung und den Kern des Weihnachtsfestes durchdenken, stellen wir folgendes fest: Es ist eine unglaubliche Provokation und hat mit Romantik nur sehr wenig am Hut!
Der allmächtige Gott, Urheber von Himmel und Erde, wird Mensch, um gut 30 Jahre später für die Sünden der Welt zu sterben und so den Menschen Seine Liebe zu zeigen! Was denken Sie? Ist das nicht ein armseliger Gott?
Können wir an einen Gott glauben, der solch einen grausamen Weg wählt, in Kontakt mit den Menschen zu kommen? Ist DAS denn Liebe? Wäre ein allmächtiger Gott nicht in der Lage, sich den Menschen auf dramatische Weise zu zeigen, dass alle fänden: Wow, diesem Führer möchte ich nachfolgen!
Für mich ist das das überzeugendste Argument überhaupt für den christlichen Glauben! Im Gegensatz zu den Religionen, bei denen das Leistungsdenken im Vordergrund steht, macht Gott den Schritt zu den Menschen. Er drängt sich aber nicht auf. Die Pandemie zeigt das ja auch exemplarisch auf: Wir werden nicht gerne von aussen gesteuert. Wir wollen selber entscheiden! Grosse charismatische Führer haben häufig Menschenmassen in ihren Bann gezogen. Sind gestorben. Und ihre Botschaft wurde mit ihnen begraben! Nicht so der christliche Glaube: In einer unerklärlichen Weise verändert er heute immer noch Menschen!
Gott lässt uns diesen freien Willen! Gott fordert uns heraus, provoziert. Aber sehr subtil. Unscheinbar.
In einem völlig unbedeutenden Ort Bethlehem, fernab von den wichtigen Schauplätzen und den Kameras derJournalisten kommt Jesus Christus auf die Welt. Nicht von Regenten, Fürsten oder religiösen Führern besucht, sondern von einfachen Menschen, wie Sie und ich. Gott setzt ein Weltreich in Bewegung, damit Josef und Maria nach einer 170 Kilometer langen Reise in Jerusalem ankommen, um dort den Christus zur Welt zu bringen. Damit erfüllten sich konkrete prophetische Aussagen des Alten Testamentes, 700 Jahre davor, vom Propheten Micha aufgeschrieben: