Vom Sommerjob zur Clubmanagerin
Denn mit dem Ende der Saison endete beim Golfclub Davos (GCD) eine Ära. Die langjährige Managerin Eva Stöcklin trat in den wohlverdienten Ruhestand. Was sie in ihrer Zeit alles erlebte, erzählt sie gleich selber:
1999 wechselte ich meinen Wohnort vom Baselbiet ins bergige Bündnerland und nistete mich bei meinem Partner Philippe in Davos ein. Ich durfte gleich nach meiner Ankunft als rechte Hand von Philippe in der Alten Post Hand anlegen. Dieser Job erwies sich als ideal, vorab einige der Einheimischen und diverse Davoser Gäste kennenzulernen. Als der Frühling ins Land zu ziehen begann, sah ich mich gezwungen, mir ernsthafte Gedanken über den Sommerjob zu machen. Ein schicksalhafter Hinweis auf ein Inserat in der Davoser Zeitung war ausschlaggebend für die Bewerbung als Sekretärin im Golf Club Davos. In meinem beruflichen Handgepäck lagen die Ausbildungen im kaufmännischen und im sportlichen Bereich vor; Golfen zählte bereits damals zu einer meiner favorisierten Freizeitbeschäftigungen. Das reichte, um am 1. Mai 2000 völlig unvoreingenommen und motiviert die Arbeit beim GCD anzutreten.
Starke Vereinsstrukturen
Der Vorstand nahm innerhalb des Clubs bei meinem Start eine omnipräsente Stellung ein. Das wiederum bedeutete, dass die Vorgaben des Vorstands streng strukturiert vorlagen. Meine Arbeitskollegin und ich durften den Shop mit Golfartikeln und Golfkleidern betreuen sowie die Rezeption mit den Buchungen der Abschlagzeiten und das Inkasso erledigen. Die Golfsoftware existierte zwar damals bereits, dennoch wurde unsere Arbeit absolut ohne Computer bewältigt. Eine «difige» Handschrift war gefragt – etwa beim Ausfüllen der sogenannten Greenfees (Etikette als Beweis für die bezahlte Runde). Über die spezifische Golfsoftware wurden lediglich und ausschliesslich Startzeiten und Ranglisten erstellt und die Handicaps der Mitglieder verwaltet. Jahresrechnung und Mitgliederverwaltung wurden anno dazumal dagegen extern auf Exceltabellen erfasst und vom damaligen Vorstand à jour gehalten. Die Anzahl Mitglieder war, zugegebenermassen, recht gut überschaubar und Marketing in dieser Zeit kein Thema. Trotzdem gab es sie schon, die erstaunlich gut mit Gästen und Mitgliedern belegten Tage auf der Matta.