Luca ist seit 30 Jahren ein Dauerbrenner
Buben aus den 1990er-Jahren heissen Kevin. Und Kevins sind speziell. So weit das Vorurteil, welches sich seit Jahren hartnäckig hält. Kevin zählte in der Zeit zwischen 1992 und 1994 tatsächlich zu den beliebtesten Namen in der Schweiz. Allerdings dümpelt er auf dem letzten Platz der Top-10 rum. Doch der Name hat sogar ein nach ihm benanntes Phänomen, inklusive dazugehörigem Wikipedia-Eintrag. So ist in diesem etwa zu lesen: «Der Name Kevin etwa lege den Lehrern nahe, dass der Schüler verhaltensauffälliger sowie leistungsschwächer sei und eher aus der Unterschicht komme.» Doch weshalb tauften so viele Eltern ihre Kinder in dieser Zeit überhaupt auf den Namen Kevin? Auch dazu gibt es eine Theorie. So geht man zum Beispiel davon aus, dass der Film «Kevin allein zu Haus», welche im Jahr 1990 Premiere feierte, zum Boom des Namens beigetragen haben könnte. Obwohl die meisten den Film kennen: Es geht hier um diesen niedlichen Jungen, gespielt von Macaulay Carson Culkin.
Der Name Kevin hat übrigens eine hübsche Bedeutung: So setzt er sich in der Übersetzung aus dem Altirischen aus den Begriffen «lieb», «angenehm» und «schön» sowie «Geburt» und «Kind» zusammen.
Auf Platz fünf der Namenshitparade 1992 bis 1994 steht der Name Luca. Und dieser Name ist der einzige, der sich auch auf der Liste der beliebtesten Namen in der Deutschschweiz 2021 wiederfindet – diesmal sogar auf Rang drei. Ein zeitloser Name, so scheint es. Doch was bedeutet er? In diesem Fall ist die Bedeutung einiges oberflächlicher als bei Kevin. So heisst Luca vor allem «Mann, aus Lucanien stammend».