Spuren von über 1000 Jahre altem Bonaduzer Leben
Sechs Personen haben in den letzten Tagen neben der Hauptstrasse beim Dorfeingang Bonaduz gegraben und gebuddelt. Sie suchen nach Schätzen – historischen Schätzen. Am Werk sind Mitarbeiter des Archäologischen Dienstes Graubünden (ADG), der dort seit einigen Wochen eine Notgrabung durchführt. Eine Grabung, bei der vor einem Bauvorhaben die archäologischen Strukturen im Boden archiviert und dokumentiert werden.
Gefunden wurden bisher vor allem Siedlungs- und Gebäudereste aus dem Frühmittelalter, also aus der Zeit 500 bis 1000 nach Christus. Allenfalls seien die Fundstücke gar ein bisschen älter, sagt Christoph Walser, Leiter des Bereichs Bau- und Bodenforschung des Archäologischen Dienst Graubünden. «So weit sind wir mit den Untersuchungen momentan jedoch noch nicht.»