Der Daumen als Glückssymbol
Wenn ihr einer Person besonders viel Glück und erfolgreiches Gelingen etwa bei einer Prüfung oder einem Bewerbungsgespräch wünschen wollt, dann drückt auch ihr der Person bestimmt die Daumen. Aber woher kommt diese Geste? Und warum steht genau der Daumen für Glück?
Die Römer sind schuld
Wie es zur Redensart kam, ist nicht eindeutig geklärt. So nehmen manche an, dass das Glückwünschen per Daumen mit den Gladiatorenkämpfen im antiken Rom zu tun hat. Schon damals vor rund 2000 Jahren war der Daumen von grosser Bedeutung. Hatten die Menschen in der Arena nämlich Mitleid mit einem gescheiterten Gladiator, so versteckten sie ihren Daumen unter den anderen Fingern und baten den Herrscher so um Gnade für den Kämpfer. Diese Geste wurde im Lateinischen als «premere policem» beschrieben, das übersetzt so viel bedeutet wie «Daumen drücken».
Forschende gehen heute davon aus, dass der Daumen für die Römerinnen und Römer zur damaligen Zeit ein Schwert und somit den Tod symbolisierte. Streckten also die Schaulustigen im Amphitheater den Daumen aus und versteckten ihn nicht wie oben beschrieben, wollten sie eindeutig, dass das Schwert zum Zuge kommt und schickten den armen Kämpfer damit direkt in den Tod.
Kraft im Daumen
Wenn wir unsere Hände genauer anschauen, so stellen wir schnell fest, dass der Daumen der kräftigste und beweglichste aller Finger ist. Kein Wunder also, wird dem ersten Finger an der Hand eine übernatürliche Kraft nachgesagt. So wird davon ausgegangen, dass bereits die Germanen daran glaubten, dass der Daumen eine Art Glücksfinger mit magischen Kräften ist und das Leben positiv verläuft, wenn die Daumen gedrückt werden.