#SOfunktionierts: Einen Schlaganfall erkennen
Gemäss der Schweizerischen Hirnschlaggesellschaft (SHG) erleiden in der Schweiz jedes Jahr etwa 16’000 Menschen einen Schlaganfall. Zudem ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache. Wie es weiter heisst, entstehen etwa 15 Prozent der Schlaganfälle durch Hirnblutungen, 85 Prozent durch den Verschluss einer Gehirnarterie oder eines Gehirngefässes.
Die Hirnblutung als Ursache des Schlaganfalls
Eine starke Hirnblutung ist meist lebensgefährlich. Auch wenn diese ausserhalb des Gehirns passiert. Je mehr Blut sich im Kopf sammelt, desto mehr steigt der Hirndruck an. Der knöcherne Schädel kann dem Druck nicht nachgeben, da er nicht dehnbar ist. Daher quetscht der Druck das Gehirn zusammen, was feine Gefässe im Gehirn abdrückt. Dadurch können Nervenzellen durch den auftretenden Sauerstoffmangel absterben.
Auf der Homepage von Fragile Suisse, einer Webseite für Menschen mit Hirnverletzung und deren Angehörige, werden die verschiedenen Formen von Hirnblutungen aufgelistet. Nicht alle aber müssen zu einem Schlaganfall führen.
Epiduralblutung: Das Blut sammelt sich zwischen dem Schädelknochen und der harten Hirnhaut (Dura mater). Die Hauptursache für eine Epiduralblutung ist ein Schädel-Hirn-Trauma.
Subduralblutung: Hier sammelt sich das Blut zwischen den beiden Hirnhäuten Dura mater und Arachnoidea (Spinnwebenhaut). Auch dieser Form der Hirnblutung liegt meist ein Schädel-Hirn-Trauma zugrunde.
Subarachnoidalblutung: Das Blut sammelt sich im Gehirn zwischen der Arachnoidea und dem Hirngewebe. Hauptursache ist das Platzen eines Aneurysmas (Erweiterung eines Blutgefässes im Hirn) oder eines angeborenen missgebildeten Blutgefässes.
IntrazerebraleBlutung: Dabei reisst ein Gefäss im Gehirn selbst. Dies kommt meist vor bei Bluthochdruck, vor allem wenn die Gefässe durch Arteriosklerose geschädigt sind. Auch ein Schädel-Hirn-Trauma kann die Ursache sein oder – selten – angeborene missgebildete Blutgefässe.