So geht Parkieren in Glarus ab Mai
Das Parkierkonzept in Glarus tritt auf Anfang Mai in Kraft. Kurzzeitparkieren bleibt kostenlos, wie die Gemeinde in ihrer Broschüre «Parkieren in der Gemeinde Glarus» schreibt. Für Langzeitparkierer braucht es künftig eine Bewilligung. Sie ist nicht mit einer Parkkarte verbunden, sondern die Autonummer wird in einem Online-Register eingetragen. Anwohner dürfen zwei Fahrzeuge auf eine Bewilligung eintragen, aber nur eines zugleich auf öffentlichem Platz parken – etwa wenn sie zwei Autos haben, aber nur einen privaten Platz.
Bewegte Vorgeschichte
Das Parkierkonzept hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Das ist zwar ein bisschen verständlich, weil ein paar Informationen fehlten. Es ist aber auch seltsam, weil die Gemeindeversammlung das Projekt mit klarem Mehr beschlossen hatte. Und Tempo 30 in den Quartieren, das etwa gleichzeitig umgesetzt wird, ist noch viel deutlicher beschlossen worden. Zu guter Letzt: Der Sturm brach auch erst los, als das Inkrafttreten bereits vom letzten Herbst auf den Mai verschoben war.
Tatsache ist, dass bis dato nur durchgesetzt wurde, was sowieso gilt: In der Blauen Zone ist längeres Parkieren nur nachts erlaubt, tagsüber ist es auf eine bis anderthalb Stunden respektive eine etwas längere Mittagspause beschränkt.
Und von Kreuzungen muss man fünf Meter Abstand bis zum abgestellten Auto halten, damit man aus dem fahrenden Auto und mit dem Velo und zu Fuss um die Ecke sieht. Damit das künftig auch noch der letzte Autofahrer macht, hat man dort sogenannte Velobügel platziert. Einzelne im Oberdorf und in der Pressi würden wieder abmontiert, hat der Gemeinderat an einer Medienorientierung vor zwei Wochen versichert.
Ab dem 1. April kann man die Bewilligungen kaufen
Nun steht der Zeitplan, und das Konzept kommt nächstens:
Seit Dezember bietet die Website der Gemeinde Glarus Informationen über die Bewilligungen und häufig gestellte Fragen. Im Gemeindehaus Glarus gibt auch Fritz Mühlemann Auskunft, der die Parkraumbewirtschaftung leitet.