Kinderzoo Rapperswil: Hier hoppeln seltene Kaninchen herum
«Tiere erfahren. Biodiversität bewahren», so lautet eine Vision von Knies Kinderzoo in Rapperswil. In einer Medienmitteilung rückt der Kinderzoo den vermeintlichen Hasen, der sich meist als Kaninchen entpuppt, in den Fokus.
«Vermutlich wird kaum eine andere Tierform so häufig falsch benannt wie das Hauskaninchen», schreibt der Kinderzoo in der Mitteilung. Dabei seien der Feldhase und das Europäische Wildkaninchen – die Stammform aller heute existierenden Kaninchenrassen –, zwei Tierformen, die allein schon wegen ihrer äusseren Gestalt nicht miteinander verwechselt werden könnten. Feldhasen hätten lange Ohren (Löffel) und kräftige Hinterläufe, die den deutlich kleineren, gedrungenen Wildkaninchen fehlen würden. Beide Arten und obendrein auch der Alpenschneehase gehörten zur heimischen Fauna, seien also Wildtiere, informiert der Kinderzoo weiter.
Ausschliesslich in Gruppen
Das Hauskaninchen gemeinhin als «Stallhase» bekannt, ist die domestizierte Form des ursprünglich in Südfrankreich und Spanien vorkommenden Wildkaninchens. Die in aller Regel für die Fleischgewinnung genutzten Tiere sollten ausschliesslich in Gruppen, das heisst ihren natürlichen Bedürfnissen entsprechend, gehalten werden, was unverständlicherweise in den landauf, landab praktizierten Haltungsformen leider nicht eben häufig geschieht.
Anders im Kinderzoo. Dort beanspruchen acht Tiere dreier gefährdeter Rassen, die hinsichtlich der Erhaltungszucht vom Engagement der Stiftung Pro Specie Rara profitieren, eine vielfältig strukturierte Fläche grösseren Ausmasses. Es handelt sich um die folgenden drei seltenen Schweizer Kaninchenrassen:
• Das Schweizer Fuchskaninchen – Die ruhige, widerstandsfähige Rasse hebt sich durch ihr langes, flauschiges Fell, welches an dasjenige des blaufarbenen Polarfuchses erinnern soll, hervor. Im kontrastreichen Gegensatz dazu weisen der Kopf und die Ohren eine kurze Behaarung auf.