Sandra Maissen ist die neue Frau im Churer Stadtrat
Frau Maissen, Sie wurden in diesem Jahr von Chur zur neuen CVP-Stadträtin gewählt. Erzählen Sie davon, wie ist dieses Jahr für Sie abgelaufen?
Sandra Maissen: Die Kandidatur für den Churer Stadtrat war eine sehr intensive und interessante Zeit. Mich hat es sehr gefreut, dass die CVP mich aufgestellt hat. Ich durfte auch überparteilich grosse Unterstützung erfahren von der BDP und der FDP. Im Rahmen des Wahlkampfs hatte ich Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen, das war einer der schönsten Teile. Es fiel mir hingegen etwas schwer, mich selbst zu präsentieren. Ich bin etwa 25 bis 30 Mal auf die Strasse gegangen, um mich mit den Menschen zu unterhalten und über die Wahl zu sprechen. Dabei sind meist tolle und interessante Gespräche entstanden. Die tatsächliche Wahl im September war die Kür und ein grosser Erfolg.
Maissen: «Wir konnten die Churer Bevölkerung überzeugen»
Hatten Sie mit Ihrer Wahl gerechnet? Inwiefern?
Ich habe eine Wahl nicht ausgeschlossen. Wenn man nicht daran glaubt, dass es gelingen kann, sollte man nicht antreten. Für mich war aber durchaus möglich, dass es einen zweiten Wahlgang gibt. Dass ich dann bereits im ersten Wahlgang gewählt war, war doch überraschend für mich. Dass drei Stadträtinnen und Stadträte im ersten Wahlgang gewählt werden, hat es in Chur seit über einem Jahrzehnt nicht mehr gegeben. Deshalb hatte ich damit nicht gerechnet und dadurch war es umso grossartiger.