Organspende: 60 Prozent äussern sich nicht
Das nationale Organspenderegister bietet jedem die Möglichkeit, sein Entscheid für oder gegen eine Organspende festzuhalten. Das Register ist eine moderne Lösung für die bisherige Spendenarte. Eine solche Registrierung hat zum Ziel, Gewissheit für sich selbst, für die Angehörigen und für Spitalpersonal zu schaffen.
Seit Oktober 2018 ist es aufgeschaltet und verzeichnet per Ende März 51'803 Eintragungen. Darunter befinden sich auch 1218 Menschen aus Graubünden. Damit verzeichnet der Kanton Graubünden eine höhere Registrierungsfrequenz als viele andere Deutschschweizer Kantone – nämlich 0,6 Prozent. Franz Immer, Präsident von Swisstransplant führt diese Zahlen auf folgendes zurück: «Einerseits ist die Medienunterstützung gross, andererseits unterstützt das Kantonsspital Graubünden das Register sehr stark». Sie würden stets feststellen, dass die Registrierungen eindrücklich ansteigen, sobald ein Beitrag in der Öffentlichkeit erscheint, führt Immer weiter aus.
Frauen spenden eher als Männer
Auf der einen Seite ist Immer zufrieden mit dem Stand, weil solche Aktionen Zeit brauchen. Auf der anderen Seite hätte er sich dennoch gewünscht, dass der Anteil registrierter Menschen nicht mehr unter einem Prozent der Schweizer Bevölkerung liegt.
Von den Registrierten seien 60 Prozent Frauen und 40 Prozent Männer. Auffallend sei, dass sich vor allem junge Frauen registriert haben. «Männer sind eher «Mürgus», wie man es auf Berndeutsch sagt.» Also eher konservativ und weniger offen für Neues.«