Online-Boom lastet auf dem Rücken der Bündner Zusteller
Der Online-Boom ist so gross wie noch nie. Man bestellt etwas im Internet und bereits am nächsten Tag wird es nach Hause geliefert. Für die Menschen Zuhause eine tolle Sache, für die Mitarbeitenden der Post allerdings eine sehr intensive Zeit. «Wir sind an der Belastungsgrenze», sagt Thomas Schifferle, der regionale Mediensprecher der Schweizer Post, gegenüber Radio Südostschweiz. «Unsere Mitarbeitenden im Paketzentrum in Untervaz und in allen anderen Bereichen leisten in diesen Tagen eine riesige Arbeit. Nur dank diesem immensen Einsatz schaffen wir es überhaupt, diese grossen Paketmengen fristgerecht auszuliefern.»
In Untervaz rechnete die Post bei Eröffnung des Zentrums durchschnittlich mit etwa 70'000 Paketen, die pro Tag sortiert und transportiert werden würden. «Nun sind wir bei rund 94'000 Paketen, die jeden Tag verschickt werden. Schweizweit sind es etwa 1,3 Millionen Pakete. Das ist ein absoluter Rekord», so Schifferle.
Grossteil ist Corona verschuldet
Die Corona-Pandemie habe auf jeden Fall mit dieser hohen Nachfrage zu tun, meint Schifferle. In den letzten Jahren sei die jährliche Zunahme vom Paketverkehr bei etwa sechs bis acht Prozent gelegen. «In diesem Jahr sind wir bei über 20 Prozent mehr Pakete gegenüber dem Vorjahr.» Wenn man von diesen rund 20 Prozent die regulären sechs bis acht Prozent abziehe, könne man also sagen, dass ungefähr 15 Prozent der Pakete auf die Corona-Situation zurück zu führen seien, führt Schifferle aus.
Päckli-Boom im Paketzentrum Untervaz
«Päckli-Flut» konstant auf hohem Niveau
Die «Päckli-Flut» habe bereits nach dem Black Friday im November angefangen. Seit dem Montag nach Black Friday bewege sich diese Flut konstant auf einem sehr hohen Niveau, sagt Schifferle. «Wir rechnen damit, dass diese Flut diese und Anfang nächste Woche ihren Höhepunkt hat und danach hoffentlich etwas zurück geht.»