Niederschwelliges soziales Miteinander
Gerade geflüchtete Menschen brauchen dieses Gefühl, willkommen zu sein. Aktiv sein zu können, gebraucht und sozial eingebunden zu sein, ist zugleich auch sinnstiftend für jeden und jede, ob neu oder schon lang in Davos daheim. Die Türen stehen offen für alle.
«Ist heute Café?», fragt das kleine Mädchen mit leuchtenden Augen beim Einsteigen in den Bus beim Landhaus Laret. Den Montagnachmittag im Jugendtreff möchte die Familie nicht versäumen. Da wird gebastelt, gezeichnet und gespielt. Da wird gemeinsam gegessen und gelacht. Projektleiterin Johanna Veit Gröbner bereitet jeweils ein kleines Programm zum Mitmachen und Ausprobieren vor. Im gemeinsamen Tun fällt das Kommunizieren leicht. Alle Menschen haben Ressourcen: Diese bei geflüchteten Menschen zu bewahren und zu wecken, ist ein wichtiger Inhalt dieses Begegnungsorts. Anregungen werden, falls möglich, gern umgesetzt oder Material dazu besorgt.
Zugleich ist das Café international aber auch für Einheimische eine tolle, vielfältige Möglichkeit, sich über das Leben hier und in der Ferne auszutauschen, Gemeinsamkeiten kennenzulernen, in Kontakt zu treten, Billard zu spielen, zu basteln, den z'Vieri-Tisch vorzubereiten, Kinder, Frauen und Männer aus anderen Kulturkreisen kennenzulernen, Weltmusik zu hören, …
Wo sind die Einheimischen?
Die Stammgäste würden sich über mehr einheimische Besucherinnen und Besucher freuen, die einmal im Café vorbeischauen. Gastfreundschaft kann in viele Richtungen gelebt werden.
Das Café macht Menschen aktiv: Vom 9. bis 11. November findet eine Schreibinsel mit dem Schriftsteller Usama Al Shahmani aus Frauenfeld/Bagdad statt – Gross und Klein finden dabei Worte für ihre Gedanken und Gefühle. Die Kochtalente für den Sonntagstisch am 6. November treffen sich im Vorfeld sicher im Café und schwärmen über die Köstlichkeiten aus ihrer Heimat, sodass allen das Wasser im Mund zusammenläuft.
Teilnehmen, Teilhabe ermöglichen, Teil sein
Begegnungen mit Menschen machen das Leben lebendig. Als Frau und Mutter war es für uns beim Ankommen wichtig, nicht allein zu sein und Gelegenheiten zum Mitmachen zu haben, damit unser Alltag Struktur erhielt. Gerade die IG offenes Davos zeigte uns, dass Davos nicht nur «kalt» ist. Jetzt bin ich durch meine Kinder mit vielen Davosern vernetzt. Wertvoll für mich waren viele Angebote der IG offenes Davos, insbesondere jene, wo ich selbst etwas gestalten konnte.