Die Glarnerinnen und Glarner feiern den Muttertag traditionell
Im frühen 20. Jahrhundert wurde in Amerika erstmals der «Tag der Mutterschaft» eingeführt. Ursprünglich wollte die Gründerin Anna Marie Jarvis an dem Tag damit ihrer verstorbenen Mutter gedenken. Doch schon bald erlangte dieser Tag über den persönlichen Aspekt Jarvis’ heraus generell grosse Beliebt- und Bekanntheit und erste Blumenhändler begannen, ihre Chance auf ein Geschäft zu wittern. Auch heute ist es noch üblich, dem Mami am zweiten Sonntag im Mai ein Blümchen oder Schokolade zu schenken.
Der beste Tag im Jahr
Für Franziska Trottmann-Pesenti, Inhaberin des Blumengeschäfts Verde aus Glarus, ist der Muttertag der beste Tag im Jahr: «Es ist anstrengend, aber ich finde es lässig, wenn es läuft.» Zudem sei es der umsatzstärkste Tag, betont die Floristin. Da dürfe man für einige Tage auch einmal am Anschlag sein. Trottmann bereitet sich auf den Ansturm am Wochenende vor: «Am Freitag heisst es arbeiten, bis alles bereit ist, egal wie lange es dauert.»
Eine bestimmte Vorliebe gebe es nicht, querbeet von der Schnittblume bis zur Bepflanzung für den Balkon oder Garten werde alles gekauft. Die Kundschaft zeigt sich dabei grosszügig am Muttertag: «Für einen Strauss wird schon einmal zwischen 50 bis 80 Franken ausgegeben», sagt Trottmann. Wie sich ein solcher Strauss möglichst lange frisch hält, erklärt sie gleich mit: «Jeden Tag frisches Wasser geben und anschneiden, zudem über Nacht in einen kühlen Raum bei etwa 10 Grad stellen.» So halte sich die Blumenpracht gut eine bis maximal zwei Wochen.
Süsser Klassiker
Schokolade zum Muttertag ist neben einem Strauss Blumen ein absoluter Allzeitklassiker. An diesem Tag werde die Freude am Verschenken spürbar, erklärt Matthias Goldbeck, Pressesprecher von Läderach, die erhöhte Nachfrage in den Filialen. Speziell würden für diesen Tag diverse Produkte in Herzform hergestellt. Die beliebtesten Sorten seien nach wie vor Milch-Haselnuss und Dunkel-Mandel. Um die Nachfrage zu Muttertag bedienen zu können, werde bereits zuvor am Produktionsstandort in Bilten leicht mehr Schokoladenkuvertüre produziert als im Schnitt eines Gesamtjahres. An Ostern oder Weihnachten reiche der Tag aber nicht heran, so Goldbeck.