Impf- und Test-Angebot wird fortgeführt
Bund und Kanton Graubünden haben in den letzten Tagen erstaunlicherweise keine Änderungen zu ihrer Covid-Kampagne und zu den bestehenden Massnahmen kommuniziert, obwohl das Infektionsgeschehen in diesen Tagen «durch die Decke geht». Die Lage ist offenbar schwierig einzuschätzen, sie zeigt sich auch in Davos zwiespältig. Einerseits ist im Spital Davos gegenwärtig keine Person mehr wegen Covid in stationärer Behandlung. Andererseits steigen die Ansteckungszahlen exorbitant an. Von den weiterhin rund 400 täglich durchgeführten Covidtests im Testcenter auf dem Spitalvorplatz sind gegenwärtig rund 150 mit positivem Befund (gegen 40 Prozent). Andere Spitäler weisen noch höhere Anteile an positiven Testergebnissen aus.
Betriebe in schwieriger Situation
Die aktuelle Situation akzentuiert sich also derzeit weniger auf der Patientenseite als vielmehr auf der Personalseite, sei es im Spital, in den Schulen, bei Bars, Restaurants und Hotels sowie bei den übrigen Betrieben in Davos. Die Betriebe haben mit der Quarantäne-Regelung und den damit verbundenen Personalausfällen alle Hände voll zu tun, im gewohnten Rahmen Dienstleistungen, Qualität und Öffnungszeiten sicherstellen zu können.
Betriebe in finanziellen Engpässen haben die Möglichkeit, sich betreffend finanzielle Unterstützungsleistungen von Kanton und Bund bei der Gemeinde-Hotline für Betriebe zu informieren. Auskünfte und Beratungen sind für Davoser Firmen, die die Hotline nutzen, kostenlos. Die Hotline unter der Nummer 081 414 33 99 ist von Montag bis Freitag von 9 bis 11 Uhr und von 14 bis 16 Uhr in Betrieb.
Impfen und Testen ist die Domäneder Gemeinde
Gegenwärtig kann die Gemeinde das Geschehen vor allem mit dem Impf- und Testangebot beeinflussen. Diese Chance soll gemäss Pandemiestab voll genutzt und Bevölkerung und Gäste zum Mitmachen bewegt werden. Somit wird es auch in der kommenden Woche nochmals ein breites Angebot mit einem Impfzentrum und bis zu fünf Testzentren geben.