Im Churer Stadtpark wird es wieder geschmeidiger
Der Churer Stadtpark ist ein spezieller Ort. Oft riecht es nach Zigaretten und Dosenbier und man hört Gelächter. Der Stadtpark ist seit vielen Jahren bekannt als Ort der Drogenszene. Randständige und Süchtige ziehen sich gerne in ihren Gruppen zurück, tauschen sich aus, beschaffen sich dort ihre Drogen und konsumieren sie.
Seit die besonderen Massnahmen wie Abstands- und Hygieneregeln im Zusammenhang mit dem Coronavirus Einzug hielten, wurde aus dem sonst «friedlichen» Churer Stadtpark ein anderer Ort. Ein Ort mit vielen Konflikten, wie Emil Gartmann, Abteilungsleiter Verkehrs-und Sicherheitspolizei von der Stadtpolizei Chur gegenüber Radio Südostschweiz sagt. «Die Suchtkranken waren dünnheutiger im Umgang untereinander, gegenüber der Polizei und gegenüber Passanten. Es war lauter und es gab Anremplungen.»
Die Sucht steht im Vordergrund
Die Situation sei für die Suchtkranken sehr herausfordernd gewesen. Auf der einen Seite haben sie ihre Sucht, die als Krankheit zu verstehen sei. Auf der anderen die Polizei im Nacken, die sie auf die Abstands-und Hygieneregeln hinweise. Hinzu komme noch, dass viele auch an anderen Krankheiten litten und dadurch zur Risikogruppe zählen würden, führt Gartmann aus. Das kann ein geschwächtes Immunsystem sein, Hepatitis oder auch HIV.
Trotz der schwierigen Situation war es das Ziel der Polizei sowie der anderen Einrichtungen wie beispielsweise den sozialen Diensten in Chur und der Überlebenshilfe Graubünden, den Schutz der Stadtparkbesucher zu gewährleisten. Aufgrund des Versammlungsverbots wurden am Anfang nur noch 15 Personen in den Stadtpark gelassen, was sich schnell als zu wenig herausstellte. Kurz darauf wurde der Stadtpark mit Gittern unterteilt, damit mehr Menschen reingelassen werden konnten, erklärt Gartmann. Dennoch blieb die Situation angespannt. Trotz Auseinandersetzungen beruhigt Gartmann aber: «»