Holzfäller und Baumeister: der Bündner Biber
von Gianna Jäger und Manuela Meuli
Seit zehn Jahren gibt es im Kanton Graubünden wieder Biber. Das erste Tier wurde bei Rhäzüns gesichtet. Seit 2014 ist das zweitgrösste lebende Nagetier der Erde auch im Schutzgebiet Siechastuden bei Maienfeld beheimatet. Im Jahr 2015 konnten dort zum ersten Mal Jungtiere beobachtet werden. «Seither hat die Biberfamilie jedes Jahr Nachwuchs», so Michael Fasel, Schutzgebietsverantwortlicher und Biberbeauftragter von Pro Natura, gegenüber Radio Südostschweiz. Doch nicht nur in Maienfeld wächst die Population stetig. Heute leben im ganzen Kanton rund 80 Tiere. «Innerhalb von zehn Jahren haben die Biber es geschafft, das ganze Rheintal sowie den Vorder- und den Hinterrhein zu besiedeln», sagt Fasel. Und auch im Engadin verbreiten sie sich immer mehr. «In zehn Jahren haben die Tiere rund 90 Kilometer besiedelt.» Laut dem Biberspezialisten ist es durchaus denkbar, dass sich die Tiere künftig auch noch in anderen Tälern ausbreiten. «Die Besiedlung von Graubünden ist sicher noch nicht abgeschlossen.»
Im folgenden Sendungsbeitrag nimmt euch der Biologe Andreas Moser mit auf eine Biberexkursion am Vorderrhein und erzählt über die enorme Bedeutung dieser Tiere für die Natur: