Künftige Lehrpersonen auf Abwegen
Normalerweise ist ihr Platz das Schulzimmer, jetzt während des Studiums und später im beruflichen Alltag. Am diesjährigen Hochschultag begaben sich die Studierenden der Pädagogischen Hochschule Graubünden (PHGR) aber auf teilweise unbekanntes Terrain. Und statt ihrem Studium widmeten sie sich Tätigkeiten wie dem Putzen von Velos, der Pflege von Hecken und Wiesen oder der Instandstellung von Wanderwegen.
Nachhaltigkeit als Thema
Hintergrund der ungewohnten Tätigkeiten war der Nachhaltigkeitsgedanke, wie die PHGR in einer Mitteilung schreibt. Insgesamt hätten Studierende an 20 verschiedenen Projekten mitgearbeitet und so «einen konkreten Beitrag für die nachhaltige Entwicklung» geleistet. Das ist auch im Sinne von Rektor Gian-Paolo Curcio. Solche konkreten Erlebnisse führten bei den künftigen Lehrpersonen zu einer positiven Haltung gegenüber nachhaltiger Entwicklung. Dies sei zentral, «denn diese Werte werden durch die angehenden Lehrpersonen an die künftige Generation weitervermittelt», wird Curcio in der Mitteilung zitiert.
– Jan Ibrahim, Studierender PHGR
Die Einsätze in den Projekten wurden laut der PHGR in Zusammenarbeit mit Privaten und externen Partnerinstitutionen realisiert. Dazu zählten beispielsweise Pro Velo, der Vogelschutz Landquart, die Stadt Chur, der WWF und die Psychiatrischen Dienste Graubünden. Thomas Bucher beispielsweise, Landwirt in Schiers, setzte mit einer Gruppe Studierender das Projekt «Pflege einer Alpweide» um. Dabei wurden etwa Sträucher entfernt, um den übrigen Pflanzen genug Licht zu verschaffen und so die Artenvielfalt zu sichern.