Glarner und Bündner Bienen kamen gut durch den Winter
Rund ein Viertel aller Bienenvölker der Schweiz sind im Winter 2018/19 eingegangen. Die Schweizer Imker hatten mit höheren Verlusten gerechnet. Glimpflich davon gekommen sind unter anderem auch die Kantone Glarus und Graubünden. Etwa die Hälfte der Völker ist komplett eingegangen und die Hälfte war nach dem Winter zu schwach, sich zu Wirtschaftsvölkern zu entwickeln. Laut dem Dachverband der Schweizer Imker apisuisse beträgt die konkrete Verlustrate 25,7 Prozent, was rund 2,5 Prozent höher ist als im Vorwinter, im 10-Jahres-Vergleich aber im Schnitt liegt. Ursache für die leicht höhere Rate als im Vorjahr sei wahrscheinlich der Hitzesommer 2018 gewesen, schreibt apisuisse.
Wegen der hohen Temperaturen war es demnach lange Zeit nicht möglich, die Varroa-Milbe, den schlimmsten Bienen-Schädling, zu bekämpfen. Zusätzlich hätten regional sehr spät einsetzende Waldblüten die Bienen zusätzlich gestresst, heisst es. Aufgrund dieser Bedingungen hätten viele Imker allerdings mit noch höheren Verlusten gerechnet, als schliesslich eingetreten sind. Die Daten stammen aus einer Befragung von 1246 Imkerinnen und Imkern, die vor dem Winter insgesamt rund 20'000 Bienenvölker betreut hatten.