Erstes Fazit zum Contact Tracing in Graubünden
Die Arbeit bezüglich Contact Tracing, also der Rückverfolgung von Infektionskettenwurde im Kanton Graubünden am 11. Mai wieder aufgenommen. Damit ist man am Punkt angelangt, der ganz am Anfang der Pandemie möglich war – nämlich jeden Infizierten mit dem Coronavirus einzeln und sauber zu isolieren. Das Contact Tracing wird vom Corona Care Team übernommen. Es werden sowohl Erkrankte, als auch deren Kontaktpersonen erfasst und in Isolation, beziehungsweise in Quarantäne gesetzt. Im Einsatz steht ein Team des Gesundheitsamts, unterstützt durch medizinisches Fachpersonal und Angehörige des Zivilschutzes.
Enge Betreuung, um Symptome rechtzeitig zu erkennen
Rudolf Leuthold, Leiter des Gesundheitsamtes Graubünden, zieht ein erstes positives Fazit: «Das Contact Tracing ist sehr gut angelaufen. Glücklicherweise haben wir nicht sehr viel zu tun, sondern verzeichnen nur vereinzelte Infektionen im Kanton.» Das Corona Care Team sei ähnlich wie ein Callcenter aufgestellt. «Wenn eine Meldung eingeht, müssen wir mit dem Arzt Kontakt aufnehmen, der die betroffene Person betreut, sowie mit der betroffenen Person selbst.» In einem weiteren Schritt werden die Kontakte der infizierten Person angeschaut und es werde untersucht, ob eine Isolation verfügt werden müsse oder nicht, so Leuthold.