Ein Kühlschrank für die ganze Stadt Chur
Ein Blick in den Kühlschrank zeigt bei vielen Menschen ein ähnliches Bild: Zahlreiche Joghurts, Früchte und Gemüse stapeln sich auf den Ablageflächen. Milch, Butter und Eier stehen in den Fächern. Wenn jedoch zu viel eingekauft wurde oder spontan eine Einladung von Freunden folgt, verderben Lebensmittel und enden schliesslich im Abfall. Die Rede ist von Food Waste.
Jährlich gehen in der Schweiz pro Person rund 300 Kilogramm Lebensmittel verloren, davon entfallen 45 Prozent auf Privathaushalte. Der gemeinnützige Verein «Madame Frigo» hat sich zum Ziel gesetzt, solche Essensreste im privaten Haushalt zu reduzieren. Dies soll durch öffentliche Kühlschränke umgesetzt werden, welche für alle Menschen rund um die Uhr zugänglich sind.
25 Standorte in der Schweiz
Die Idee der öffentlichen Kühlschränke entstand vor fünf Jahren im Rahmen eines Studentenprojekts an der Universität Bern. «Im Sommer 2018 haben wir dann den Zuspruch vom Förderfonds Engagement der Migros erhalten, um das Projekt professionell auszubauen und schweizweit zu verbreiten», erklärt Lukas Siegfried, Kommunikationsverantworlicher von «Madame Frigo» auf Anfrage. Mittlerweile fand das Projekt in verschiedenen Schweizer Städten Anklang – insgesamt sind bereits 25 Kühlschränke aufgestellt.