Bündnerin plaudert aus dem Quarantänen-Nähkasten
Sybille Huber* steht unter häuslicher Quarantäne. Schon seit einigen Tagen – und voraussichtlich noch bis und mit Sonntag. Sie hatte Kontakt mit einer Person aus ihrem Umfeld, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Person stammt aus dem Kanton Zürich.
Sybille Huber selbst hat keine Anzeichen einer Ansteckung. Trotzdem sitzt sie zu Hause, in ihren vier Wänden, ohne Kontakt zur Aussenwelt. «Ich erhielt während der Arbeit einen Anruf vom Amt für Militär und Zivilschutz und wurde sofort nach Hause geschickt», sagt sie auf Anfrage von «suedostschweiz.ch». Vor dem Anruf wurde vom Bund abgeklärt, wie ihr Kontakt mit der infizierten Person war, erklärt sie. Weil das Risiko als zu hoch eingestuft wurde, steht sie seitdem unter Quarantäne. Die Behörden verfolgen damit das Ziel, ein weiteres Verbreiten des Coronavirus zu verhindern. Sie nimmt die Situation relativ gelassen: «Es bringt nichts, sich aufzuregen. Ich mache das Beste daraus. Die anderen machen ja auch nur ihren Job», so die Prättigauerin.
Ferien mit Einschränkungen
Sybille Huber hat einen Beruf, in dem es nicht möglich ist, im Home-Office zu arbeiten. «Mein Chef hatte natürlich nur mässig Freude daran, weil ich wirklich gar keine Anzeichen habe und es nur sicherheitshalber vorgeschrieben wurde.» Bis jetzt sei auch noch offen, wer die Kosten für den Arbeitsausfall übernehme, was sie zurzeit noch verunsichere.