Alles schön und gut – doch das Wichtigste fehlt
Eine Woche Homeoffice habe ich bereits hinter mir. Dabei habe ich gemerkt, wie komfortabel es ist, in den eigenen vier Wänden arbeiten zu können. Genau genommen müsste ich, um meinen Job zu machen, nicht einmal mein Bett verlassen. Durchaus eine Form von Luxus. Das ist alles schön und gut, in der Praxis sieht es aber etwas anders aus. Ich will heute nicht über das schreiben, was ich durch das Homeoffice dazugewonnen habe, sondern über das, was ich wegen dem Heimbüro nicht mehr habe.
Der Einfachheit halber nenne ich meine Arbeitskollegen nachfolgend nur bei ihrem Kürzel.
Mein Morgen beginnt nicht mehr mit einem fröhlichen «He Tschau!» von BAC, die beim Radio arbeitet. Ihr losgelöstes Lachen, das während des ganzen Tages immer wieder zu hören war, muss ich mir im Homeoffice vorstellen. Auch meinen Kaffee muss ich mir morgens selber holen. Usus war es nämlich, dass OFI mich mit meinem ersten Kaffee versorgt hat. Umso müder und grummliger ich aus der Wäsche blickte, desto schneller holte er ihn mir. Auch die Gipfeli von HAM fehlen. Und der Fakt, dass ich mit einer lustigen Anekdote rechnen durfte, wann immer HAM an meinem Arbeitsplatz vorbeilief. Zwischendurch erhalte ich zwar noch eine Nachricht, die mich durchaus zum Schmunzeln bringt, aber es schmunzelt halt jeder für sich, vor seinem Computer, an den jeweils anderen Enden der Stadt.