Werden mit flexiblen Preisen Gäste gewonnen?
Die Kombination Schnee und schönes Wetter lockt die Leute auf die Piste. Wenn Skifahrer in dieser Saison im Oberengadin auf die Piste wollten, hat so manch einer gestaunt, was die Ticketpreise betrifft. Grund dafür: Das dynamische Preismodell.
Ein dynamisches Preismodell bei Skigebieten kann zur Folge haben, dass den Preisen nach oben hin keine Grenzen gesetzt sind. So sind Preise von teilweise über 100 Franken nicht unmöglich. Dies, weil die Preisbildung flexibel und von Angebot und Nachfrage geregelt ist.
Doch es gibt unterschiedliche Modelle, denn unterschiedliche Skigebiete folgen unterschiedlichen Destinationslogiken. Laut Norbert Hörburger, stellvertretendem Leiter Forschung & Dienstleistungdes Instituts für Tourismus und Freizeit an der HTW Chur, wird in Skigebieten in sogenannten Aufenthaltsdestinationen bei der Preisbildung die saisonale Nachfrage stark berücksichtigt. Diese sei bedingt durch die Ferien- und auch durch die Vorbuchungszeit, wie es beispielsweise in St. Moritz der Fall ist. Bei Tagesskigebieten wie beispielsweide dem Pizol findet das dynamische Preismodell eher in Form der Berücksichtigung der Wetterprognose Anwendung. Es gibt also verschiedene Faktoren, die den Preis beeinflussen; Vorbuchungszeit, Prognostiziertes Besucheraufkommen oder das Wetter.