Vom kleinen Fisch zum tollen Hecht
von Melissa Stüssi
Neben Jimmy Cliff, Baschi und den Hives wartet dieses Jahr die Luzerner Band Hecht als Headliner am Sound of Glarus auf. Die Mundart-Pop-Rocker touren derzeit mit einer Handvoll Auftritten durch die Schweiz und freuen sich schon auf ihr persönliches Highlight, das grosse Konzert im Zürcher Hallenstadion am 26. Oktober.
Sänger und Gitarrist Stefan Buck stellt sich schon vorher einigen Fragen der «Glarner Nachrichten», über die kommenden Konzerte, das Songschreiben und den Balanceakt zwischen der Konzertbühne und seinem Privatleben.
Vor sechs Jahren wart ihr schon mal hier – warum kommt ihr wieder nach Glarus?
Wir mögen das Sound of Glarus, weil die Organisatoren uns eine Chance gegeben haben, auf der grossen Bühne zu stehen, als wir noch nicht so bekannt waren, wie wir es heute sind. Als wir dann die erneute Einladung bekommen haben, war klar, dass wir wiederkommen wollen.
Welche Musik hörst du selbst als Bandleader?
Natürlich kommt man nicht darum herum, die eigene Musik zu hören, wenn man daran arbeitet oder sie gerade im Radio läuft. Aber ich höre auch sonst sehr gerne Mundart und deutsche Musik. Zum Beispiel Annen May Kantereit. Die markante Stimme und der Gitarrensound gefallen mir sehr. Ich schreibe die Songs für unsere Band selbst und diese Art von Musik inspiriert mich dabei. Ich glaube auch, dass Mundart-Musik so etwas wie Heimatgefühle auslöst. In einer Fremdsprache kann ich solche Gefühle nicht wecken.
Wie schwer ist es für dich, Privat- und Bandleben unter einen Hut zu bringen?
Tatsächlich komme ich heute direkt von der Arbeit im Büro. Das muss ich, da das Glarner Konzert ja unter der Woche ist. Klar ist es nicht immer ganz einfach, aber mittlerweile geht es. Meine Familie besucht unsere Konzerte, wenn es sich anbietet. Die Kinder haben nur noch nicht realisiert, dass es total uncool ist, die Musik des eigenen Vaters zu mögen (lacht). Ausserdem ist uns jedes Konzert sehr wichtig, und wir versuchen immer voll dabei zu sein. Auf der Bühne zu stehen ist der Lohn am Ende des Tages.