Viel reden und gut Fussball spielen
Der FC Linth 04 startet morgen Samstag mit dem Spiel in Eschen in seine zweite 1.-Liga-Meisterschaft. Dennoch ist es für die Glarner Unterländer so etwas wie ein Neuanfang, gehen sie doch mit einem neuen Trainergespann in die neue Saison. Fabio Digenti und Dario Galbarini wollen den (erfolgreichen) Weg, den Roland Schwegler und Driton Redzepi eingeschlagen haben, weitergehen. «Unsere Vorgänger haben hervorragende Arbeit geleistet. Da wäre es nicht sonderlich schlau, alles anders machen zu wollen», sagt Fabio Digenti. «Wir werden höchstens am einen oder anderen Rädchen drehen.» Das Team und das neue Trainerduo seien noch in der Kennenlernphase. «Dabei geht es vor allem darum, dass die Mannschaft die Mentalität der Trainer verstehen lernt», so Digenti.
Reden ist für einmal Gold
Ein zentraler Punkt ist für Digenti die Kommunikation. «Darauf lege ich grossen Wert – auch auf dem Platz. Reden miteinander ist wichtig. Das gibt Kraft, strahlt Stärke aus und zeigt dem Gegner, dass wir bereit sind. Und es hilft auch in weniger guten Phasen. Dann kann man sich gegenseitig wieder aufbauen.» Neben dem verbalen Teil darf in der Vorbereitung natürlich auch der technische und taktische nicht zu kurz kommen. Hier achtete Digenti vor allem darauf, dass sein Team kompakt bleibt auf dem Platz und die Abstände zwischen den Linien stimmen.
Die Frage, ob Linth 04 für die Meisterschaft bereit sei, beantwortete Digenti kurz: «Das ist eine gute Frage.» Die Trainingseinheiten seien trotz Urlaubsabwesenheiten gut gewesen. «Mit einem reduzierten Kader trainieren zu müssen, ist nie vorteilhaft. Wenigstens wechselten sich die Spieler bei ihren Ferien so ab, sodass wir stets eine gute Anzahl im Training hatten. Aber es ist nun mal so, wie es ist. Und wir stehen nicht alleine da mit diesem Problem. Damit haben auch die anderen Vereine zu kämpfen.» Eine Verbesserung dieser Situation würde ein späterer Meisterschaftsstart bringen. Das sei vor ein paar Jahren schon einmal zur Diskussion gestanden, aber abgelehnt worden. Im Nicht-Profi-Bereich sollte eine längere Sommerpause doch möglich sein, meint Digenti.