Sturm «Sabine» verschont uns (bisher)
Der Höhepunkt von «Sabine» war heute für den Zeitraum zwischen 5 und 13 Uhr erwartet worden. Für weite Teile des Landes hat der Bund die Gefahrenstufe 4 von insgesamt 5 ausgerufen. Der Kanton Graubünden wurde in der Stufe 4 eingeteilt, bisher jedoch noch nicht schwer getroffen. In der Nacht auf Dienstag dürfte das Sturmtief nochmals an Kraft gewinnen.
Einige Schäden gab es jedoch trotzdem: Am Montagmorgen hat ein umgestürzter Baum die Albulalinie der Rhätischen Bahn zwischen Thusis und Tiefencastel unterbrochen. Das Skigebiet Minschuns in der Val Müstair wurde aufgrund der aktuellen Wetterlage geschlossen. Auch in Glarus gab es im Zusammenhang mit dem Sturmtief einige Sturmschäden. An der Holensteinstrasse wurde ein Baucontainer umgekippt. Im Leimen wurden auf einer Wiese drei Strommasten geknickt. In Graubünden wurden bisher keine Strommasten geknickt, wie Thomas Grond, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Repower, gegenüber Radio Südostschweiz bestätigt. «Zurzeit ist auf der Karte alles grün». Im Ernstfall habe man eine Pikettorganisation, die 24 Stunden pro Tag laufe.
Wetterwarnung seit Freitag
In der Forstverwaltung hat man sich bereits auf Schlimmeres vorbereitet, wie Toni Jäger, Leiter Wald und Alpen bei der Stadt Chur gegenüber Radio Südostschweiz bestätigt. Nach der Wetterwarnung am Freitag habe man das Werkzeug sowie die Maschinen aus dem Wald genommen. «Einerseits aus Sicherheitsgründen, andererseits, damit wir sie zugänglich haben, wenn wir sie hier brauchen». Seither warte man, denn der Föhnsturm und der Weststurm sei meistens nicht so schlimm. «Schlimm ist es erst, wenn wir Nordwestwind haben, dann sind wir sicher betroffen», so Jäger. Dieser dürfte laut den Prognosen noch aufkommen. In der Nacht auf Dienstag herrscht im Rheintal starker Nordwind und auf den Bergen stürmischer Westwind mit Böen.