Studie zeigt: Jede dritte Bündner Lehrperson denkt darüber nach, aus dem Beruf auszusteigen
Der Dachverband der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer hat bis zum Frühling eine Studie durchgeführt, die untersucht, wie zufrieden Lehrpersonen mit ihrem Beruf sind. Auch Bündner Lehrkräfte beteiligten sich an dieser Untersuchung, wie aus einer Mitteilung des Verbands Lehrpersonen Graubünden (LEGR) hervorgeht. Nun stehen die Ergebnisse aus Graubünden fest.
Gute Noten für die Tätigkeit …
Wie der LEGR schreibt, gaben die Bündner Lehrpersonen vor allem den Aspekten «Freude im Beruf» und «Beziehungen» (vor allem zu Schülerinnen und Schülern) sowie «Verantwortung gegenüber Schülerinnen und Schülern» gute Noten. Bündner Lehrpersonen sähen die Sinnhaftigkeit in ihrem Beruf und liebten die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen.
Zudem übernähmen sie gerne Verantwortung im Unterricht, heisst es weiter. Der LEGR schätzt die Ergebnisse als wichtige Voraussetzungen ein, um den Lehrpersonenmangel anzugehen.
Seid ihr in eurem Beruf überfordert?
… schlechte Noten für die Bedingungen
Weniger positiv bewerteten die Bündner Lehrkräfte die Aspekte rund um das Arbeitspensum, den Lohn, die Work-Life-Balance und die Verwaltung. Ausserdem zeige die Studie auf, dass jede dritte Lehrperson in Graubünden schon einmal ernsthaft darüber nachgedacht habe, aus dem Beruf auszusteigen.
Zudem würde jede vierte Bündner Lehrperson gerne ihr Pensum reduzieren. «Diese beiden Ergebnisse müssen die Bündner Bevölkerung beunruhigen, insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen Pensionierungswelle», betont der LEGR weiter.