«Schang hätte eine ‹meijöörische› Freude daran»
Wie ist das Buch entstanden?
Käthy Rhyner-Freitag: Das Buch «Dr Schang meint» erschien 2012. Das war eine Kolumnensammlung. 2017 ist Hans gestorben. In den letzten fünf Jahren hat er noch viele Kolumnen geschrieben. Dann habe ich mit meiner Familie besprochen, dass ich daraus ein zweites Buch veröffentliche. Ich musste alles auf dem Computer zusammensuchen. Mir kam die Idee, dass man auch Ausschnitte aus unseren Auftritten verwenden könnte. So entstand das Buch.
War das Zusammensuchen schwierig?
Es war sehr emotional für mich. Aber ich war alleine in meinem «Kämmerli» und konnte das dort ausleben. Es hat mir vielleicht auch geholfen, seinen Tod zu verarbeiten.
Für wen ist das Buch gedacht?
Es heisst ja «Dr Schang meint … und was meint ds Tiidi?». Eigentlich ist das Buch für mich und die Familie. Gaby Ferndriger vom Baeschlin Verlag war sofort Feuer und Flamme und wollte das Buch machen.
Und was würde Schang dazu meinen?
Ja, das ist die Frage, was meint er? Hans hätte sicher eine «meijöörische» Freude daran.
Welche Eindrücke vermittelt das Buch?
Darauf bin ich gespannt. Es ist nicht einfach, Mundart zu lesen. Das höre ich oft. Nachdem Hans starb, wurde ich für Lesungen angefragt. Leute sagten oft, dass es ganz anders sei, wenn ich die Geschichten vorlese, als wenn sie sie selber lesen. Manchmal ist es gut, wenn man laut für sich liest. Dann versteht man es eher. Jetzt bin ich auf den Eindruck der Leute gespannt.