Polizei rekonstruiert möglichen Unfallhergang mit 3D-Scanner
von Livio Biondini und Elea Bank
Auf der Strecke zwischen Pontresina und Diavolezza ist es am Samstag kurz nach 15 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Drei Personen sind dabei ums Leben gekommen. Laut der Kantonspolizei Graubünden waren zwei Töffs in den Unfall involviert.
Aus Mangel an Zeuginnen und Zeugen konnten bei der Ermittlung nur wenige neue Erkenntnisse gemacht werden, wie der Mediensprecher der Kantonspolizei, Markus Walser, am Montag auf Anfrage von Radio Südostschweiz bestätigt. «Es sind einige Anrufe bei der Polizei eingegangen. Leider waren diese aber zu wenig konkret, sodass wir diese zur Klärung des Unfallherganges nicht verwerten können.»
Schwerer Verkehrsunfall fordert drei Todesopfer
Die Kantonspolizei sucht noch immer nach Zeugen: Wer sachdienliche Angaben zum Verkehrsunfall machen kann, soll sich an den Polizeistützpunkt Oberengadin/Bergell unter 081 257 76 80 wenden.
Alles braucht Zeit
Die Strasse und die Bahnstrecke waren nach dem Unfall mehrere Stunden lang in beide Richtungen gesperrt. Eine Massnahme, die laut Mediensprecher Walser in einem solchen Moment notwendig sei. Zuerst kommt die Polizei als Einsatzkraft an den Unfallort, um sich einen Überblick zu schaffen. «Das war schwierig: Drei Personen mussten reanimiert werden und es gab zwei total beschädigte Motorräder», so Walser. Doch nicht nur die Polizei brauchte Zeit, auch die Rettungskräfte wie die Ambulanz und die Rega kamen hinzu. Walser zählt weiter auf: «Das Tiefbauamt wurde ebenfalls aufgeboten, da die Strasse gereinigt werden musste.» Je nach Lage werden bei Unfällen auch der Abschleppdienst und die Feuerwehr aufgeboten, was alles Zeit braucht.